Wegen Erdbeben, Magneten und Hunden

10 Datenpannen des Jahres 2011

28. Dezember 2011
Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Kroll Ontrack hat eine Top Ten der Datenpannen veröffentlicht. Besonders stolz ist das Unternehmen auf eine Datenrettung nach Blitz-, Wasser- und Feuerschaden.
Süß, das Hundchen. Aber Vorsicht, wenn es fröhlich aufspringt und IT in der Nähe ist.
Süß, das Hundchen. Aber Vorsicht, wenn es fröhlich aufspringt und IT in der Nähe ist.
Foto: Carl Zeiss Vision

Eine Zigarette, ein fideles Hündchen, ein kühles Feierabendbier, ein Magnet, nackte Gewalt: Die Ursachen für Datenverluste sind vielfältig. Im vergangenen Jahr gefährdeten diese und ein paar andere Dinge auf manchmal spektakuläre Weise Computerdaten. In einigen Fällen waren sie unwiederbringlich verloren; zumeist konnten die Datenrettungsspezialisten von Kroll Ontrack die Informationen laut eigener Aussage wiederherstellen.

Selbstverständlich ist es vor allem Eigenwerbung, wenn Kroll Ontrack jedes Jahr die zehn herausragenden Datenverlust-Fälle heraussucht. Die Botschaft von Managing Director Peter Böhret dazu klingt so: „Wer wichtige oder wertvolle Daten verliert, sollte am besten sofort professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.“ Nichtsdestotrotz bietet die Liste eine gute Gelegenheit, amüsiert auf das vergangene Jahr zurückzublicken. Wobei niemand zu laut lachen sollte: Neben einer Schauspielerin, einem besonders gebeutelten Fotografen und trinkfreudigen Geschäftsleuten waren auch einige IT-Spezialisten von fatalen Unwägbarkeiten betroffen.

1. Die magnetische Variante: Notebooks sollte man nicht in der Nähe von starken Magneten ablegen. Genau das kam aber 2011 vor – mit daraus resultierendem Festplattenschaden. „Als der Besitzer seinen Rechner anschalten wollte, bootete er nicht komplett und gab klickende Geräusche von sich“, berichtet Kroll Ontrack. „Mit Hilfe proprietärer Technologien konnten die Ingenieure den Schaden jedoch überwinden und die Daten retten.“

2. Die feuchte Variante: In einer Kneipe kann schon mal ein Bier umkippen. Dumm nur, wenn es ein Notebook mit Business-Plänen unter Wasser setzt. Zwei Geschäftsleuten passierte genau das. Trocknen lassen alleine half nicht, die Datenretter mussten ran.