Strategien


Zusammenarbeit

10 Erkenntnisse über Kooperationen mit Startups

23. Dezember 2015
Christoph Lixenfeld, seit 25 Jahren Journalist und Autor, vorher hat er Publizistik, Romanistik, Politikwissenschaft und Geschichte studiert.

1994 gründete er mit drei Kollegen das Journalistenbüro druckreif in Hamburg, schrieb seitdem für die Süddeutsche Zeitung, den Spiegel, Focus, den Tagesspiegel, das Handelsblatt, die Wirtschaftswoche und viele andere.

Außerdem macht er Hörfunk, vor allem für DeutschlandRadio, und produziert TV-Beiträge, zum Beispiel für die ARD-Magazine Panorama und PlusMinus.

Inhaltlich geht es in seiner Arbeit häufig um die Themen Wirtschaft und IT, aber nicht nur. So beschäftigt er sich seit mehr als 15 Jahren auch mit unseren Sozialsystemen. 2008 erschien im Econ-Verlag sein Buch "Niemand muss ins Heim".

Seit 2014 betreibt er die Informationsplattform www.wohinmitmutter.de.

Christoph Lixenfeld schreibt aber nicht nur, sondern er setzt auch journalistische Produkte ganzheitlich um. Im Rahmen einer Kooperation zwischen Süddeutscher Zeitung und Computerwoche produzierte er so komplette Zeitungsbeilagen zu den Themen Internet und Web Economy inklusive Konzept, Themenplan, Autorenbriefing und Redaktion.
Studien der Hochschule für Technik und Wirtschaft sowie Roland Berger beleuchten das Zusammenwirken von Inkubator-Programmen und Startups.

Bei Inkubatoren handelt es sich um Einrichtungen oder Institutionen, die Gründern durch Beratung, geeignete Räume, weitere Infrastruktur und Services optimale Bedingungen für den Start in die Selbständigkeit liefern sollen.

Besonders Berlin hat sich in den zurückliegenden drei Jahren zu einer Art Mekka der gepamperten Jungunternehmer entwickelt, in der Hauptstadt sind mehrere Dutzend Bruthelfer, Anschieber, Geldbeschaffer etc. aktiv. Eine (nicht vollständige) Liste solcher Institutionen findet sich hier.

Eine Reihe von Internetunternehmen residieren mit ihrem Hauptsitz mittlerweile in Berlin, zum Beispiel Ebay.
Eine Reihe von Internetunternehmen residieren mit ihrem Hauptsitz mittlerweile in Berlin, zum Beispiel Ebay.
Foto: Ebay

Dass es sinnstiftend für alle Beteiligten sein kann, wenn etablierte Unternehmen beim Ausbrüten helfen, haben immer mehr Konzernlenker begriffen.

Handlungsempfehlungen für beide Seiten

Wie solche Kooperationen laufen, damit hat sich jetzt eine Untersuchung beschäftigt. Durchgeführt wurde sie am Lehrstuhl für strategisches Management der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Über die genannten Aspekte hinaus wollten die Macher auch herausfinden, welche konkreten Chancen sich die Beteiligten erhofften - und auf welche Probleme sie stoßen.

Am Ende lieferten sie konkrete Handlungsempfehlungen für die Optimierung der Kooperationen.

Die Ergebnisse der Untersuchung gliedern sich in 10 Punkte. Hier sind sie.

1. Im Jahre 2015 engagieren sich insgesamt 25 etablierte Unternehmen in "Brutkästen" (Inkubatoren) für Nachwuchsfirmen in Deutschland.

2. Unter ihnen findet sich ein Drittel der 30 Dax-Konzerne. Eine dominierende Branche zeichnet sich noch nicht ab.

3. Jenseits des Dax ist die Anzahl der aktiven deutschen Unterstützer junger Unternehmen mit 10 Playern noch sehr überschaubar. Am häufigsten engagieren sich traditionelle Handelsunternehmen und Medienhäuser.

4. Unter den fünf internationalen Firmen, die sich in Deutschland beteiligen, sind ganz unterschiedliche Branchen vertreten.

Zwei Drittel der Brutkästen stehen in Berlin

5. Die Art des Engagements ist sehr verschieden, und zwar sowohl bezüglich der Art als auch des Umfangs und der erwarteten Gegenleistung.

6. Mehr als zwei Drittel der Unternehmens-Brutkästen sind in der Startup-Hochburg Berlin beheimatet, auf dem zweiten Platz folgt München mit knapp einem Viertel der Inkubatoren.

7. Auf die Frage nach dem Warum einer Zusammenarbeit antworten die Verantwortlichen der meisten Unternehmen, sie könnten auf diese Weise Innovationen vorantreiben und auch bei der Herangehensweise an Probleme von Startups lernen. Außerdem ist ein solches Engagement gut für das eigene Image. Aus Sicht der Startups wiederum liegen die Vorteile in der Senkung der Risiken durch die Hilfe etablierter Player sowie in der Hoffnung auf Unterstützung bei Anschlussfinanzierungen nach der eigentlichen Gründungsphase.

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