Strategien


Gartner: Kontrollverlust

10 IT-Prognosen für die nächsten Jahre

08. November 2012
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Experten für Big Data fehlen, der Datentransfer zu Consumer-Applikationen ist kaum zu kontrollieren: Gartner erwartet, dass CIOs Kontrolle verloren geht.

Das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner hat seine Top-Prognosen für IT-Abteilungen für das Jahr 2013 und darüber hinaus vorgestellt. Vom CIO wird weiter erwartet, dass die von ihm bereitgestellten Systeme und Dienstleistungen verlässlich, funktionstüchtig und verfügbar sind. Gleichzeitig haben IT-Verantwortliche weniger Kontrolle über die Entwicklungen als früher - was sich gleich in mehreren Vorhersagen der Gartner-Analysten widerspiegelt.

1. Bis zum Jahr 2015 werden 90 Prozent der Unternehmen die breite Einführung von Windows 8 umgehen.

Durch Big Data sollen weltweit 4,4 Millionen Jobs entstehen.
Durch Big Data sollen weltweit 4,4 Millionen Jobs entstehen.
Foto: fotolia.com/kts design

Mit der Einführung von Windows 8 möchte MicrosoftMicrosoft im Wettstreit mit Apple Marktanteile gutmachen. Gartner betrachtet den Verkaufsstart von Windows 8 als eine Notwendigkeit, um die Angebotspalette von Microsoft zu modernisieren. Der Konzern verfolge das Ziel, IT-Abteilungen möglichst schnell zu einem Upgrade auf Windows 8 zu bewegen. Gartner geht davon aus, dass die meisten Unternehmen abwarten, bis das neue Betriebssystem stabiler läuft. Alles zu Microsoft auf CIO.de

2. Bis zum Ende des Jahres 2014 werden drei der fünf Top-Anbieter von mobilen Endgeräten aus China kommen.

Der Mobile-Markt konsolidiert sich um iOS und Android. Dadurch, dass die meisten Anbieter Android nutzen, differenzieren sie sich wenig. Besonders traditionelle Mobile-Anbieter können kaum mit AppleApple und Samsung und aggressiven neuen Playern wie Huawei und ZTE mithalten. Anbieter aus China werden national eine starke Marktposition erreichen und diese auf weitere Regionen ausweiten. Alles zu Apple auf CIO.de

3. Bis 2015 werden aufgrund von Big Data 4,4 Millionen Jobs weltweit nötig.

Die Analysten gehen davon aus, dass Unternehmen in den kommenden Jahren verstärkt nach Mitarbeitern mit Know-how zu Datenmanagement, Analytik und Business-Expertise suchen müssen, um die offenen Stellen im Bereich Big Data zu füllen. Das wird nur bedingt gelingen - nur ein Drittel dieser Jobs werden tatsächlich besetzt sein, so Gartner.