Konkurrenz zu VMware & Co.

10 spannende Virtualisierungsanbieter

15. Februar 2010
Von Hartmut  Wiehr
Wenn 2008 das Jahr war, in dem Hersteller mit ihren konkurrierenden Virtualisierungsangeboten den Markt in ein Chaos stürzten, dann war 2009 das Jahr, in dem viele Anwender zum ersten Mal Virtualisierung nicht nur in Test- und Entwicklungsumgebungen einsetzten. Doch was kommt 2010?

Immerhin haben nach Aussagen von Marktforschern mehr als ein Fünftel bis zu einem Drittel der Unternehmen 2009 den Sprung zu realen Virtualisierungsanwendungen geschafft. Was bisher geschehen ist jenseits von VirtualisierungVirtualisierung bei Test und Entwicklung, sind Bereiche, in denen nicht so viel riskiert wird: Server-Virtualisierung auf Abteilungsebene und bei Applikationen, die als nicht geschäftskritisch eingeschätzt werden, während die eigentlich wichtigen geschäftskritischen Programme wie Datenbanken, CRMCRM oder Business IntelligenceBusiness Intelligence nach wie vor auf physikalisch sauber abgetrennten Silo-Servern laufen. Alles zu Business Intelligence auf CIO.de Alles zu CRM auf CIO.de Alles zu Virtualisierung auf CIO.de

Neben VMware, Citrix und Microsoft haben viele Start-ups interessante Virtualisierungslösungen anzubieten.
Neben VMware, Citrix und Microsoft haben viele Start-ups interessante Virtualisierungslösungen anzubieten.

Bob Quillin, Marketing Director von EMVs Ionix-Division, die sich um Rechenzentrumsapplikationen und Virtualisierung kümmert, ist der Ansicht, dass mehr erst einmal nicht drin ist: „Wenn sich Unternehmen für die Virtualisierung von 20 oder 30 Prozent ihrer Server entschieden haben, halten sie erst einmal inne. Wenn Test und Entwicklung sowie Tier-2- und Tier-3-Applikationen virtualisiert sind, sind neue Anforderungen zu bewältigen, wenn es an die Tier-1-Software geht. Es muss sicher gestellt sein, dass die gleichen Service-Level wie bisher garantiert werden können. Geschieht das nicht, besteht die Gefahr, dass die IT-Leute die Kontrolle über die virtualisierten Anwendungen verlieren."

Eine Lieblingsbeschäftigung der Anwender sei heute – so Quillin – das Verschieben einer Applikation von einem Server oder einer virtuellen Maschine zu einem anderen Ort. Diese „VMotion-Krankheit" führt zu einem organisatorischen Problem, da Monitoring-Tools zwar einen physikalischen Server genau durchleuchten können, aber keine virtuellen Maschinen. EMC/Ionix und VMware arbeiten derzeit an Lösungen für dieses Problem der Sichtbarkeit und Kontrolle, während Citrix und MicrosoftMicrosoft mehr an der Wiederherstellbarkeit von virtuellen Maschinen interessiert sind. So hat Citrix gerade erst eine neue Disaster-Recovery-Anwendung mit dem Namen „StorageLink Site Recovery" herausgebracht. Alles zu Microsoft auf CIO.de

Für Virtualisierungsanwender sind allerdings beide Probleme gleichermaßen von Bedeutung. Gordon Haff, Analyst bei Illuminata, sieht ein krasses Missverhältnis zwischen der Anzahl von Anwendungen, die Kunden gerne virtualisieren würden, und den im Moment verfügbaren Tools für Kontrolle und Recovery. Dies sei eine große Chance für kleinere Anbieter, die bestehenden Lücken zu schließen.

Viele Start-ups im Umkreis von Virtualisierung kümmerten sich bereits um Fragen wie ComplianceCompliance, I/O-Virtualisierung, SecuritySecurity oder Management von virtuellen Maschinen. Und Mark Bowker von der Enterprise Strategy Group (ESG) glaubt, dass jeder Anbieter, der sich um solche Lücken kümmert, genauer unter die Lupe genommen werden muss: „Was wirklich noch fehlt, sind Möglichkeiten zur Optimierung der Performance zwischen den physikalischen und den virtuellen Maschinen." Alles zu Compliance auf CIO.de Alles zu Security auf CIO.de

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