Forrester-Studie

12 Maßnahmen zur Mitarbeiter-Motivation

08. November 2011
Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Freiräume gewähren kostet nichts. Die Studie zeigt zwölf Maßnahmen zur Motivation von IT-Mitarbeitern und prüft sie auf ihr Kosten-Nutzen-Verhältnis.
Experte für Mitarbeitermotivation: Forrester-Analyst Marc Cecere, der Autor der Studie.
Experte für Mitarbeitermotivation: Forrester-Analyst Marc Cecere, der Autor der Studie.
Foto: Forrester

Über Mitarbeitermotivation ist in jüngster Zeit viel geforscht worden. Zumeist förderten diverse Studie recht globale Erkenntnisse zu Tage – etwa jene, dass Geld nicht unbedingt immer der beste Anreiz ist und Mitarbeiter an ausfüllendes Aufgabenprofil zu schätzen wissen. Der Haken an der Sache: Nicht jeder Mitarbeitertyp – von den Individuen ganz zu schweigen – reagiert gleich auf die unterschiedlichen Belohnungs- und Druckmaßnahmen. Es ist das Verdienst einer aktuellen Studie von Forrester Research, hier für die nötige Differenzierung zu sorgen.

„Das Geheimnis des Erfolgs vieler CIO ist ein großartiges Team, das Visionen und Strategie der IT unterstützt und umsetzt“, schreibt Analyst Marc Cecere. Die Mittel zur Motivierung der Mitarbeiter seien höchst unterschiedlich in Wirksamkeit, Implementierungskosten und Flexibilität. „IT-Verantwortlich sollten verstehen, wie man diese Anreize für verschiedene Gruppen einsetzt, um bestimmte Ziele zu erreichen“, so Cecere weiter. Zum Beispiel eigneten sich bestimmte Maßnahmen, um aus Einzelnen den besonderen Kick heraus zu kitzeln; andere hingegen passten gut zur breiten Masse.

Die Studie untersucht konkret zwölf Motivationsstrategien und unterteilt diese am Ende in drei Gruppen: Exzeptionelle Maßnahmen mit einer herausragenden Kombination aus Kostenintensität und Wirksamkeit; überlegene Maßnahmen mit einem starken Effekt; schließlich inkrementelle Maßnahmen mit dem ungünstigen Verhältnis von Aufwand und Nutzen.

IT-Chefs sind selbstkritisch

1. Exzeptionelle Maßnahmen: In diese beste Kategorie fallen zwei Motivationsmittel. Erstens nicht in Geld bewertete Anerkennung, sprich sofortiges Lob für gute Arbeit. Laut Forrester kostet dieses Instrument nichts, ist einfach umzusetzen, erzielt enorme Wirkung – und kommt doch in der Praxis zu selten vor. Besonderes Gewicht habe Anerkennung von außerhalb der IT, merkt Autor Cecere an. Die befragten IT-Chefs äußerten sich durchaus selbstkritisch – ihnen ist bewusst, dass sie häufiger loben sollten. Als Problem werden in diesem Bereich Mitarbeiter genannt, die aus der Ferne tätig sind. „Setzen Sie nichtfinanzielle Anerkennung häufig ein, um Verhalten aufrechtzuerhalten und fürs gezieltes Fine-Tuning“, empfiehlt Forrester. „Sagen Sie im Vorbeigehen Danke, schicken Sie E-Mails und bitten Sie Ihre Kunden um Nachricht, wenn diese guten Service erhalten haben.“

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