Arbeitsmarkt für Informatiker

15.000 offene IT-Stellen

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Zu Beginn des neuen Jahres waren 15.197 IT-Stellen unbesetzt. Das berichtet der VDI (Verein Deutscher Ingenieure) unter Verwendung von Zahlen der Arbeitsagentur. Gleichzeitig sind rund 8.500 Informatiker arbeitslos gemeldet.
Arbeitsmarkt für Informatiker laut VDI/Bundesagentur für Arbeit
Arbeitsmarkt für Informatiker laut VDI/Bundesagentur für Arbeit

"Der Arbeitsmarkt für IT-Kräfte zeigt sich robust und ist ohne größere Blessuren davongekommen", sagt Dieter Westerkamp, stellvertretender Leiter Technik und Wissenschaft im Verein Deutscher Ingenieure (VDI). Konkret: Die Zahl offener Stellen ging im vorigen Jahr zurück, seit Herbst zeigt die Kurve aber wieder nach oben. Im Januar 2010 waren laut Bundesagentur für Arbeit 15.197 IT-Stellen unbesetzt. Zwölf Monate zuvor waren es 17.669 Stellen.

Das darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass aktuell 8.426 Informatiker arbeitslos gemeldet sind. Im Januar 2009 waren es 6.538. Laut Arbeitsagentur waren zum Stichtag 30. Juni 181.200 Informatiker sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Diese Zahl berücksichtigt ausschließlich Fachkräfte mit Universitäts- und Fachhochschulabschluss.

Der VDI nutzte die CeBIT wie jedes Jahr für eine Mitgliederumfrage. Thema waren krisenbedingte Veränderungen des IT-Personals. Mehr als jeder Zweite (55 Prozent) von 374 Befragten gab an, die Krise habe sich nicht ausgewirkt. Gut jeder Vierte (26 Prozent) baute Personal ab. 19 Prozent schickten Mitarbeiter in Kurzarbeit.

Mit Blick auf das neue Jahr erklärte eine deutliche Mehrheit von 76 Prozent, der Personalstand werde sich nicht ändern. Zwölf Prozent wollen Mitarbeiter entlassen, elf Prozent wollen einstellen.

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