Geschönte Bewerbungen

15 Prozent schwindeln beim Lebenslauf

09. März 2011
Von Kolja Kröger
Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit im Lebenslauf sagen die meisten deutschen Bewerber, so die Umfrage eines Online-Karriereportals. Bei IT-Kenntnissen flunkert allerdings der ein oder andere.

Kann sie SAPSAP, wie die Bewerberin in ihrem Lebenslauf schreibt? Ist sie wirklich eine ATM-Expertin, und auch noch fit als SAS Certified Base Programmer? Ob Bewerber im Lebenslauf oder Bewerbungsgespräch die Wahrheit über ihre IT-Kenntnisse sagen oder doch flunkern, beweist sich oft erst, wenn der Arbeitsvertrag längst unterschieben ist. Alles zu SAP auf CIO.de

Für die Studie befragte Monster.de 4997 Arbeitnehmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Für die Studie befragte Monster.de 4997 Arbeitnehmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Foto: Monster Worldwide Deutschland GmbH

Einer Umfrage zufolge, die das Online-Karriereportal Monster.de jetzt veröffentlicht hat, müssen sich Personaler in Deutschland aber keine großen Sorgen bei machen. 85 Prozent der 4526 Teilnehmer aus Deutschland gaben an, sie würden in ihrem Lebenslauf stets bei den Fakten bleiben und ihn niemals aufwerten. Gut zu wissen, wenn man neue Mitarbeiter sucht.

Geschönte IT-Skills und erfundene Praktika

Die restlichen 15 Prozent nehmen es mit der Wahrheit allerdings nicht so genau, ob bei IT-Kenntnissen oder bei der Liste ihrer Praktika. Insgesamt zehn Prozent gaben an, sie hätten schon einmal bei ihren IT-Kenntnissen oder bei ihren Fremdsprache zu dick aufgetragen. Ein Praktikum erfunden haben fünf Prozent.

Doch das ist gefährlich: "Wenn die Wahrheit herauskommt, kann das im schlimmsten Fall ein Kündigungsgrund sein", sagt Marcus Rieke, Geschäftsführer für Zentraleuropa bei Monster Worldwide. "Auch wenn Bewerber sich im besten Licht darstellen wollen, von Lügen im Lebenslauf ist dringend abzuraten."

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