IDC über Drucker im Büro

18 Fußballfelder Ausdrucke jede Minute

20. Januar 2012
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Zwar sinkt die Zahl der Ausdrucke in Industriestaaten, dafür steigt sie in aufstrebenden Ländern deutlich - das papierlose Büro bleibt laut IDC ein Wunsch.

Das papierlose Büro bleibt selbst in der digitalen Welt eine unerfüllte Vision. Unternehmen rund um den Globus haben 2010 auf digitalen Laser- und Tintenstrahl-Druckern 3,1 Billionen Papierdokumente im A3- und im A4-Format ausgedruckt. Bei Firmen aus aufstrebenden Ländern stieg das Druckvolumen um 7,3 Prozent im Vergleich zum Jahr 2009. Betriebe in Industriestaaten dagegen haben Papierausdrucke um 1,3 Prozent reduziert. Zu diesen Ergebnissen kommt das US-Marktforschungsinstitut IDC in der Studie "Worldwide Page Volume and Vendor Share Program".

Mehr Papierausdrucke als je zuvor

Bei den Druckerherstellern ist Hewlett Packard immer noch der Platzhirsch.
Bei den Druckerherstellern ist Hewlett Packard immer noch der Platzhirsch.
Foto: IDC

Dieser weltweite Trend spiegelt sich den Marktforschern zufolge auch in der EMEA-Region (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) wider. Während die Unternehmen aus Westeuropa im Jahresvergleich ein Prozent weniger Dokumente ausgedruckt haben, stieg die Anzahl der Ausdrucke in der CEMA-Region (Zentral- und Osteuropa, Mittlerer Osten und Afrika) deutlich um 14 Prozent.

Insgesamt haben Unternehmen aus dieser Region im Jahr 2010 jeden Tag drei Milliarden Seiten an Papier ausgedruckt. "Die täglich in EMEA ausgedruckten Seiten ergeben aneinandergereiht eine Strecke, die von der Erde bis zum Mond und zurück reicht", sagt IDC-Analystin Ilona Stankeova. "Allein die Anzahl der in einer Minute getätigten Ausdrucke ist so groß, dass diese eine Fläche von 18 Fußballfeldern vollständig abdecken."

Multifunktionsgeräte (MFP) sind der Renner

Die Marktforscher haben das Druckaufkommen mit Blick auf die einzelnen Druckerarten und -Technologien untersucht. Sowohl bei Laserdruckern als auch bei Tintenstrahldruckern setzen Anwender verstärkt auf komfortable Multifunktionsdrucker (Multifunction Peripheral = MFP). Mit diesen Geräten können sie Dokumente gleichzeitig drucken, scannen, kopieren und per E-Mail oder Fax versenden. Deshalb verwundert es kaum, dass MFPs den Markt sowohl im Hinblick auf die installierte Basis als auch beim ausgedruckten Seitenvolumen dominieren.

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