Smartphones & Co.

20 Überstunden durch flexible Arbeitszeiten

17. September 2012
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Wer sich die Arbeitszeit frei einteilen darf, arbeitet deutlich mehr. Doch die Angestellten sind trotzdem zufrieden, wie eine Umfrage von iPass ergab.

Für viele gehört es längst zum Alltag, morgens beim Frühstück schon mal die Mails zu lesen oder abends vor dem Schlafengehen noch einen letzten Blick in den Posteingang des Arbeitgebers zu werfen. SmartphonesSmartphones und TabletsTablets machen dies deutlich leichter als früher. Doch hier mal eine Mail zu schreiben oder dort mal ein Telefonat außerhalb der Arbeitszeiten zu erledigen, summiert sich. Bis zu 20 zusätzliche Stunden arbeiten mobile Beschäftigte auf diese Art pro Woche, heißt es in der Auswertung einer Studie des Hotspot-Betreibers iPass. Alles zu Smartphones auf CIO.de Alles zu Tablets auf CIO.de

Wer seine Arbeitszeiten frei einteilen darf, arbeitet mehr und ist trotzdem zufrieden.
Wer seine Arbeitszeiten frei einteilen darf, arbeitet mehr und ist trotzdem zufrieden.
Foto: Ammentorp - Fotolia.com

Etwa drei Viertel der knapp 1.200 Umfrageteilnehmer arbeiten durch ihre flexible Arbeitszeitgestaltung mehr. Jeweils 15 Prozent beziffern diese Mehrarbeit bei 20 beziehungsweise 15 Stunden in der Woche. 27 Prozent der Befragten schätzen, dass sie auf diese Weise rund zehn zusätzliche Stunden in der Woche auf ihre reguläre Arbeitszeit draufpacken. Weitere 16 Prozent glauben, dass bei ihnen etwa fünf Wochenstunden extra dazukommen. Ein knappes Fünftel der Umfrageteilnehmer arbeitet bei freier Zeiteinteilung genauso viel wie bei starren Arbeitszeiten. Bei lediglich einem Prozent der Angestellten verkürzt sich die Wochenarbeitszeit durch flexible Arbeitszeiten.

Ein Drittel ist nie offline

Ein Drittel der mobilen Beschäftigten ist nach eigenen Angaben nie offline - auch nicht in ihrer Freizeit oder wenn sie Zeit mit der Familie verbringen. Unmut herrscht deshalb nicht, im Gegenteil: 92 Prozent der Befragten halten die Möglichkeit der freien Zeiteinteilung für den größten Vorteil eines mobilen Angestellten. Darüber hinaus heben viele als positiv hervor, dass sie sich so lange Pendelzeiten ins Büro und lange Präsenzzeiten am Arbeitsplatz ersparen.

42 Prozent der Befragten würden sich sogar noch mehr Flexibilität in ihrem Arbeitsalltag wünschen. Die Mehrheit - 59 Prozent - findet ihre aktuelle Arbeitssituation genau richtig und wünscht sich keine starren Arbeitszeiten zurück. Lediglich zwei Prozent der Angestellten wünschen sich einen geregelteren Arbeitsalltag.