Top-Prioritäten: Datenwiederherstellung, Sicherheit und Konsolidierung

2007 wird das Jahr der IT-Infrastruktur

20. November 2006
Von Tanja Wolff
Europäische Unternehmen investieren in neue Hardware. Dabei dominieren weiterhin Server und PCs die IT-Ausgaben mittelständischer und großer Firmen, erklärt Marktforschers Forrester Research.

Europäische Unternehmen investieren in neue Hardware. Dabei dominieren weiterhin Server und PCs die IT-Ausgaben mittelständischer und großer Firmen und machen mehr als die Hälfte des IT-Hardware-Budgets aus. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Marktforschers Forrester Research bei 302 IT-Entscheider aus europäischen Unternehmen mit ab 1.000 Mitarbeitern.

Im Hinblick auf Infrastrukturprojekte gehören Datenwiederherstellung, Sicherheit und Konsolidierung zu den wichtigsten Vorhaben. Zusätzlich bauen die Unternehmen auch die Komplexität ihrer Server-Umgebungen ab. Das führt zu einem gesunden Wachstum von Server- und Speicher- Virtualisierungstechnologien. Zudem werden die Automatisierung von Datenzentren und Projekte zur internen Verwaltung von Dienstleistungen immer wichtiger.

Laut der Analyse wird nur knapp ein Drittel des gesamten IT-Budgets der Befragten für Hardware und Wartung, inklusive Server, PC-Speicher und Netzwerke ausgegeben. Bei der Unternehmens-Hardware entfallen jeweils etwas mehr als ein Viertel der Ausgaben auf Server und PCs. Dahinter folgen Speicher (18 Prozent), Netzwerk-Hardware (15 Prozent) und System-Management mit etwa 14 Prozent.

Im Gegensatz zum Gesamtbudget der IT, wo 79 Prozent der Investitionen für den laufenden Betrieb und Wartung ausgegeben werden, geben die Befragten fast 31 Prozent ihres Hardware-Budgets für Neuinvestitionen aus. Die Hardware-Preise sinken weiter und verständlicherweise nutzen die Firmen immer noch den Vorteil von Systemen mit höherer Leistung zu günstigeren Preisen als jemals zuvor.

"HP ist weiterhin bei mehr als der Hälfte der Unternehmen an der Spitze der bevorzugten Server-Anbieter und 60 Prozent der befragten Firmen haben nur eine Server-Installation", sagt Peter O'Neill, Analyst bei Forrester. Bei mehr als zwei Dritteln sei ein Lieferantenwechsel innerhalb der nächsten zwei Jahre unwahrscheinlich. Das mache den europäischen Server-Markt schwierig für Anbieter, die ihre Wachstumsstrategien auf die Ablösung von derzeitigen Anbietern gründen.