Jetzt werden die Weichen gestellt

2015 ist das Jahr des Internet of Things

11. Januar 2015
Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Das Internet of Things, kurz: IoT, ermöglicht ganz neue Geschäftsmodelle. Manche Unternehmen experimentieren schon damit. Andere fragen sich, wo sie eigentlich anfangen sollen. Für sie hat Gartner eine Checkliste entwickelt.

Das IoTIoT ist einer der heißesten IT-Trends, konstatierte kürzlich Gartner-Vice-President Jim Tully: "Wir haben rund 100 Analysten an dem Thema, obwohl die Umsetzung noch ganz am Anfang steht." Für 2020 kalkulieren die Marktbeobachter mit IoT-bezogenen Services im Wert von 263 Milliarden Dollar weltweit. Alles zu Industrie 4.0 auf CIO.de

Spätestens in sechs Jahren werden rund 25 Milliarden dedizierte physische Objekte über Embedded Technology im Internet miteinander verbunden sein und präzise Datenanalysen ermöglichen, so die Gartner-Prognose. Was heute vor allem die Rohstoff- und Fertigungsindustrie betrifft, interessiert morgen auch die VersicherungenVersicherungen. Top-Firmen der Branche Versicherungen

2015 werden die Weichen für das Internet der Dinge gestellt
2015 werden die Weichen für das Internet der Dinge gestellt
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Versicherungen? Geht es beim IoT nicht vor allem um Connected Cars und Sensorik? Tatsächlich ist die installierte Basis in der Automotive-Branche beachtlich. Sie liegt bei 200 Millionen Einheiten. Andererseits tragen die Autobauer doch nur einen kleinen Teil zu den 3,7 Milliarden Dingen bei, die heute schon Daten an das Internet abgeben, damit daraus woanders brauchbare Informationen werden.

Laut Gartner ist die IoT-affinste Branche derzeit die Versorgungswirtschaft - mit 778 Millionen installierten Devices, die vor allem aus den Smart-Metering-Initiativen resultieren. Den Versorgern sind Unternehmen aus dem Fertigungs- und Rohstoffsektor mit 526 Millionen vernetzten Gegenständen auf den Fersen.

Individuelle Tarife für Autofahrer?

Auch die öffentliche Hand trägt zur Verbreitung der Technik bei: Sie beobachtet Daten von 434 Millionen sendenden Einheiten, beispielsweise Straßenlaternen oder intelligenten Mülltonnen, die ihren Füllstand selbständig mitteilen. Die Stadt Philadelphia spare eine Million Dollar im Jahr, weil sie die Tonnen nach Bedarf und damit viel seltener leere, argumentiert Gartner.