Editorial

28 Milliarden Dollar warten auf CIOs

06. September 2004
Lassen Sie sich mal auf ein Gedankenspiel ein: Nehmen wir an, die Marktforscher von IDC behalten Recht, und 2008 geben die Unternehmen weltweit knapp 700 Milliarden Dollar für Business Process Outsourcing (BPO) aus. Legen Sie ferner die vier Prozent des Outsourcing-Volumens zugrunde, die Gartner für das gesamte Managen von ausgelagerten Aufgaben empfiehlt. Dann können Sie davon ausgehen, dass in den nächsten drei bis vier Jahren innerhalb der Unternehmen 28 Milliarden Dollar neu verteilt werden. Geld, das zumindest in Teilen dem CIO gebührt. Wieso mir?, werden Sie fragen. Was hat der CIO mit BPO zu tun? Geschäftsprozesse gehören klassisch den Fachbereichen, deswegen heißen sie ja so.

Lassen Sie sich mal auf ein Gedankenspiel ein: Nehmen wir an, die Marktforscher von IDC behalten Recht, und 2008 geben die Unternehmen weltweit knapp 700 Milliarden Dollar für Business Process OutsourcingOutsourcing (BPO) aus. Legen Sie ferner die vier Prozent des Outsourcing-Volumens zugrunde, die Gartner für das gesamte Managen von ausgelagerten Aufgaben empfiehlt. Dann können Sie davon ausgehen, dass in den nächsten drei bis vier Jahren innerhalb der Unternehmen 28 Milliarden Dollar neu verteilt werden. Geld, das zumindest in Teilen dem CIO gebührt. Wieso mir?, werden Sie fragen. Was hat der CIO mit BPO zu tun? Geschäftsprozesse gehören klassisch den Fachbereichen, deswegen heißen sie ja so. Alles zu Outsourcing auf CIO.de

Zwei Gründe sprechen gegen diese sprachliche Logik. Erstens: Komplexe Aufgaben haben in einem Unternehmen immer mit IT zu tun. Es gibt kein größeres Projekt mehr, das ein Process-Owner am CIO vorbeipeitscht - wenn doch, wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit scheitern. Zweitens: CIOs sind schon lange sehr gut mit dem Outsourcing-Geschäft vertraut. 30 Prozent aller IT-Aufgaben verrichten bereits heute Dritte. Weitere elf Prozent sollen in den nächsten zwei Jahren aus den unternehmenseigenen IT-Abteilungen an Dienstleister abwandern. Diese Schätzung stammt vom Outsourcing-Anbieter Logica CMG, dem man Zweckoptimismus unterstellen darf. Ganz falsch ist die Schätzung dennoch nicht, das bestätigen unabhängige Marktforscher.

30 Prozent - das ist ein höherer Outsourcing-Anteil als in allen anderen Abteilungen eines Unternehmens (siehe Titelgeschichte, Tabelle 1). Daraus folgt: Wer über einen Apparat verfügt, der das Outsourcing komplexer Aufgaben zu managen weiß, der sollte seine Fähigkeiten beim Business Process Outsourcing auch einsetzen. Nicht nur in der Personalverwaltung wird BPO in den nächsten Jahren wachsen. Auch Einkauf, Logistik und Finanzabteilung werden viele ihrer Aufgaben abtreten müssen - also solche Bereiche, die bislang kaum Erfahrungen mit Outsourcing gesammelt haben, weil sie sich immer für unersetzbar gehalten haben. Darin steckt eine Riesen-Chance für den CIO.

Holen Sie sich Ihren Anteil am 28-Milliarden-Dollar-Kuchen.

Ihre CIO-Redaktion

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