Gartner zu IBM, SAP, Microsoft & Co.

3 Gründe gegen PaaS

15. Februar 2012
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Halbgare Angebote, keine Standards: Die großen Anbieter haben Strategien für Platform as a Service vorgelegt - doch noch birgt das Modell für Anwender Risiken.

Bereits 2011 haben viele Hersteller von Enterprise Software ihre StrategienStrategien für Platform-as-a-Service-Angebote (PaaS) offengelegt und neue Technologien für PaaS angekündigt. Dazu zählten IBMIBM, OracleOracle, MicrosoftMicrosoft, SAPSAP, Red Hat, Salesforce oder Vmware. Einige der avisierten PaaS-Angebote sollen bis Ende 2012 Marktreife erreicht haben. Alles zu IBM auf CIO.de Alles zu Microsoft auf CIO.de Alles zu Oracle auf CIO.de Alles zu SAP auf CIO.de Alles zu Strategien auf CIO.de

PaaS: Keine Standards, keine Best Practices

Laut Gartner-Analyst Yefim Natis sind die PaaS-Dienste der Anbieter derzeit noch mangelhaft. Firmen sollten deshalb nur wenige PaaS-Cloud-Services nutzen.
Laut Gartner-Analyst Yefim Natis sind die PaaS-Dienste der Anbieter derzeit noch mangelhaft. Firmen sollten deshalb nur wenige PaaS-Cloud-Services nutzen.
Foto: Gartner

Allerdings wächst der PaaS-Markt auch in diesem Jahr noch nicht aus seinen Kinderschuhen heraus. Es gibt bislang keine etablierten Marktführer, keine Erfahrungen über die bestmögliche Nutzung von PaaS und damit auch keine Best Practices oder etablierte Technologie-Standards. Nach wie vor ist für Unternehmen die Einführung von PaaS mit Unsicherheiten und Risiken verbunden.

Zu diesem Schluss kommt das US-Marktforschungsinstitut Gartner in dem Marktbericht "PaaS 2012: Tactical Risks and Strategic Rewards". Entgegen der vollmundigen Versprechungen der Anbieter ist der PaaS-Markt nach wie vor unsicher und volatil, fasst Gartner-Analyst Yefim Natis, der auch Autor des Berichts ist, die aktuelle Situation zusammen. Dafür gibt es seiner Ansicht nach im Wesentlichen drei Gründe:

Drei Gründe, woran PaaS noch scheitert

Erstens: Zum einen sind die Anbieter schuld. Das liege unter anderem daran, dass einige der neuen Anbieter PaaS nur widerwillig in ihre Angebotspalette aufnehmen und eine defensive Strategie verfolgen. Etablierte Anbieter wiederum bieten lediglich proprietäre Lösungen an und sehen PaaS lediglich als Vehikel, um ihre alten Architektur-Modelle und Workloads zu verkaufen.