Application Lifecycle

3 Maßnahmen, um Wartungskosten 30 Prozent zu senken

13. Januar 2010
Von Michael  Weber
Es klingt Paradox: Die IT-Budgets sinken, die Wartungskosten steigen. Dadurch kann die IT nicht mehr so gut auf neue Anforderungen aus den Fachabteilungen reagieren. "Geht nicht – gibt’s nicht", hält dem Michael Weber von Capgemini in seiner Kolumne entgegen.
Michael Weber ist Vice President bei Capgemini.
Michael Weber ist Vice President bei Capgemini.

Die ökonomische Krise hat die Kosten für IT wieder verstärkt in das Scheinwerferlicht des betrieblichen Interesses gerückt. Ein wesentlicher Kostenfaktor stellen dabei die stetig wachsenden Wartungskosten dar. Laut Gartner haben sie eine Höhe von durchschnittlich über 60 Prozent des gesamten IT Budgets erreicht. Vor dem Hintergrund allgemeiner Budgetkürzungen beeinträchtigt das inzwischen immer stärker die Fähigkeit für Erneuerungen und Erweiterungen der gesamten IT-Landschaft.

Eine keineswegs neue, aber immer wieder überraschende Erkenntnis für viele CxOs im Verlauf des "Downturns" ist, dass sich die Kosten für Applikationswartung nicht im Gleichklang, sondern häufig gegenläufig mit den übrigen betrieblichen Kennziffern wie beispielsweise den Umsätzen entwickeln. Im Lichte weiter schrumpfender IT-Budgets beanspruchen die Wartungskosten somit einen immer größeren Anteil und reduzieren zusätzlich die Mittel für die dringend notwendigen Anpassungen oder auch Erweiterungen.

Undifferenzierte Kostensenkungsmaßnahmen bei Wartungskosten können zwar kurzfristig Linderung verschaffen, verschieben bzw. erhöhen aber nur die oben beschriebenen Effekte in die nahe Zukunft. Für viele CIOs ergibt sich hieraus eine "Catch 22" Situation: Die Budgets sinken, die Wartungskosten steigen und es verringert sich die Fähigkeit, auf neue Anforderungen aus den Fachabteilungen zu reagieren.

Daher ergibt sich der Zwang nach alternativen Lösungen zu suchen. Größere Flexibilität, bessere Berechenbarkeit und geringere Wartungskosten sind das Maß der Dinge, um selbst in Zeiten absolut sinkender Budgets eine Umverteilung von Mitteln für Zukunftsinvestitionen zu ermöglichen.