Von Outsourcing-Methoden lernen

3 Risiken des Cloud Sourcing

25. August 2010
Peter Ratzer ist Partner bei Deloitte. Er arbeitet dort seit 1998. Er ist auf die Beratung von CIOs bei der Entwicklung von strategischen Konzepten bis hin zur operativen Umsetzung einzelner Konzeptkomponenten fokussiert.
Cloud-Anbieter sprechen nicht so gern darüber, dass Cloud-Services zahlreichen Risiken unterworfen sind. Bei der Einführung ist strukturiertes Vorgehen notwendig. Bewährte Methoden aus dem klassischen Outsourcing helfen dabei, erläutert Peter Ratzer von Deloitte.
Peter Ratzer ist Partner bei Deloitte.
Peter Ratzer ist Partner bei Deloitte.
Foto: Deloitte

Entgegen der von Anbietern oftmals suggerierten Simplizität müssen bei der Einführung und Nutzung von Cloud-Lösungen diverse IT-Management-Fragestellungen untersucht werden, um Komplexität und Risiken adäquat zu adressieren. Wesentliche Gesichtspunkte hierbei sind: Cloud Strategy, Cloud Governance, Cloud Sourcing und Cloud Transformation.

Cloud Services haben sich in den letzten Jahren als Alternative zu klassischen IT-Services entwickelt. So werden neben Applikationen auch Plattformen und Infrastrukturlösungen cloud-basiert angeboten. Analog zum klassischen OutsourcingOutsourcing werden auch beim Cloud ComputingCloud Computing Dienstleistungen extern bezogen, entsprechend kann von Cloud Sourcing gesprochen werden. Um bei der Einführung und Nutzung solcher Services auftretende Fragestellungen und Risiken angemessen zu berücksichtigen, können bewährte IT-Managementmethoden des Outsourcings als Ausgangspunkt genutzt werden. Alles zu Cloud Computing auf CIO.de Alles zu Outsourcing auf CIO.de

Risiken des Cloud Sourcing

Neben technischen Problemen ergeben sich bei der Umsetzung einer Cloud-Lösung aus IT-Managementsicht Risiken, die es zu berücksichtigen gilt:

  • 1. Technologie- und Anbieter-Lock-In
    Die Nutzung für Cloud Services bringt hohe Opportunitätskosten mit sich. Um Kostenvorteile zu erzielen, bedarf es oft der Verringerung eigener IT-Kapazitäten, da diese zukünftig vom Anbieter bereitgestellt werden. Zusammen mit der bis dato geringen Anzahl von Cloud-Anbietern je Anwendungsbereich, kann dies zu einem Technologie- sowie Anbieter-Lock-In für die Cloud Service-nutzenden Unternehmen führen.