Was würde mein Nachfolger tun?

3 Tipps, um im Job zu bleiben

14. September 2012
Von Bryson Payne und
Bettina Dobe ist freie Journalistin aus München. Sie hat sich auf Wissenschafts-, Karriere- und Social Media-Themen spezialisiert. Sie arbeitet für zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland.
Ein CIO stellt seine ungewöhnliche Strategie vor, um erfolgreich zu bleiben: Er überlegt, was sein Nachfolger zuerst angehen würde und setzt das gleich um.

Bryson Paine arbeitet seit sechs Jahren als CIO im selben Unternehmen. Damit hat er die Halbwertszeit des durchschnittlichen amerikanischen CIOs bereits lang überschritten, die bei etwa vier Jahren liegt. Payne geht dabei ungewöhnliche Wege: Er war es leid, sich immer nur zu überlegen, warum CIOs nicht länger in einer Firma blieben. Er beschloss, sein Unternehmen mit anderen Augen zu sehen. Ganz so einfach ist es natürlich nicht, ausgetretene Pfade zu verlassen. Aber Payne, der auch Professor an einer Universität ist, glaubt, eine Lösung gefunden zu haben.

Was würde mein Nachfolger tun? Gar nicht so einfach, außerhalb der Routinen zu denken.
Was würde mein Nachfolger tun? Gar nicht so einfach, außerhalb der Routinen zu denken.
Foto: Fotolia, TheSupe87

Payne überlegt sich, welche Maßnahmen sein Nachfolger treffen würde. Anstatt ihm die einfachsten Aufgaben zu überlassen, geht er diese Dinge lieber selbst an. So heimst er selbst den Ruhm ein und schafft langfristig bessere IT-Lösungen. Mit diesen drei Ratschlägen bleibt man länger auf dem Posten.

1. Kleinere Probleme gleich angehen

Kommt ein neuer IT-Verantwortlicher in ein Unternehmen, löst er zuerst die einfachsten Probleme. Nervende Bugs und kleinere Unannehmlichkeiten sind oft schnell gelöst - man muss es nur angehen. Payne nennt so etwas "reife Früchte": Leicht zu pflücken und ertragreich. Das klingt zwar nach wenig - aber der Nachfolger würde es genauso machen.

Zwar müssen sich CIOs vornehmlich um strategische Innovationen und operative Tätigkeiten kümmern. "Aber bleiben Sie ausreichend in Kontakt mit denen, die Ihr System benutzen. So erfahren Sie, wo es hakt und wo Sie handeln müssen", rät Payne. Ihr Nachfolger wird sich sicherlich als erstes um solche Kleinigkeiten kümmern und dafür Lob bekommen. Wer hier vorgreift, kann den Lohn selbst einstreichen.