Von standardisiert bis kreativ

3 Typen von Entwicklungsabteilungen

24. November 2010
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Einheiten für Software-Entwicklung lassen sich laut Forrester drei Archetypen zuordnen. Die Einteilung hilft, die Entwicklung besser und produktiver zu machen.

Zwar haben innerhalb von IT-Organisationen die für Software-Entwicklung zuständigen Abteilungen jeweils ihre eigenen und spezifischen Charakteristiken. Es gibt jedoch wiederkehrende Muster im Hinblick auf das Personal, die Strukturen, die Prozesse sowie die eingesetzten Technologien bei der Applikations-Entwicklung.

Forrester-Analysten zufolge gibt es drei Archetypen von Software-Entwicklern, die jeweils über spezifische Kernkompetenzen verfügen. Das Business muss wählen, welcher Typ am besten passt.
Forrester-Analysten zufolge gibt es drei Archetypen von Software-Entwicklern, die jeweils über spezifische Kernkompetenzen verfügen. Das Business muss wählen, welcher Typ am besten passt.
Foto: Forrester

Letztere bilden eine wichtige Grundlage, um die Leistungsfähigkeit und das Potenzial der Entwicklungsabteilungen festzustellen. Aus den wiederkehrenden Mustern haben die US-Marktforscher von Forrester in dem Bericht "Software Development Archetypes - What’s Your Sign?" die Entwicklungsabteilungen in drei Archetypen destilliert. Diese bezeichnen sie als Solid Utility (solider Dienstleister), Trusted Supplier (vertrauenswürdiger Lieferant) und Partner Player (Teamspieler).

Solid Utilities: Prozesse und Tools im Fokus

Auf Grundlage dieser Einteilung können die Firmen leicht identifizieren, welchen Typ von Entwicklungsabteilung sie aktuell haben und ob dieser zu ihnen passt. Zugleich sind sie in der Lage, den Archetyp so zu verändern, dass dieser mit den Anforderungen der Fachabteilungen übereinstimmt. Dadurch lässt sich die Produktivität und die Qualität bei der Software-Entwicklung deutlich erhöhen - so die Marktforscher.

Entwicklungsabteilungen, die dem Archetyp der "Solid Utilities" entsprechen, legen mehr Wert auf Prozesse und Tools als auf Mitarbeiter. Letztere werden meist als austauschbar betrachtet. Dieser Typus definiert sich als Software-Factory. Die Applikations-Entwicklung erfolgt auf Basis standardisierter Prozesse, Umfassend genutzt werden auch Software-Tools für das Application Lifecycle Management (ALM) und IT-Service-Management-Frameworks wie ITIL. Speziell in Branchen, die Geschäftsprozesse bereits weitgehend optimiert haben und zugleich in einem geregelten Wettbewerb mit anderen Firmen stehen, passt dieser Typ.