Forderung nach besserer Bezahlung

300 Amazon-Mitarbeiter streiken in Bad Hersfeld

21. Juli 2013
Der Streik beim Internet-Versandhändler Amazon geht weiter. Erstmals legten Teile der Belegschaft an einem Samstag die Arbeit am bundesweit größten Standort in Bad Hersfeld nieder.

Amazon-Mitarbeiter in Bad Hersfeld lassen bei ihren Protesten für eine bessere Bezahlung nicht locker. Am Samstag legten am bundesweit größten Standort erneut rund 300 Beschäftigte die Arbeit nieder, wie eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi sagte. Nach Angaben von AmazonAmazon beteiligten sich hingegen nur weniger als 170 im Tagesverlauf an dem Streik. Auswirkungen auf den Versand der Kundenbestellungen habe der Protest nicht gehabt, sagte eine Unternehmenssprecherin. Alles zu Amazon auf CIO.de

Verdi fordert für die Beschäftigten einen Tarifvertrag nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels. Das US-Unternehmen orientiert sich dagegen nach eigenen Angaben an der Bezahlung in der Logistikbranche.

Der Arbeitskampf am Standort Bad Hersfeld mit seinen mehr als 3300 Beschäftigten und in Leipzig mit etwa 2000 Mitarbeitern hält seit Wochen an. In Bad Hersfeld war es laut Verdi am Samstag der sechste ganztägige Streik. Ein Tarifvertrag würde für die Betroffenen verlässlich höhere Löhne sowie Zulagen wie Urlaubsgeld bringen.

Ob auch in der nächsten Woche bei Amazon gestreikt wird, wollte die Gewerkschaft nach Angaben der Sprecherin möglicherweise noch am Sonntag bekanntgeben. Details zu den geplanten Protesten nannte sie nicht.

Amazon ist der weltgrößte Online-Versandhändler. Er hat in Deutschland acht Versandlager und rund 9000 Mitarbeiter. Ein neuntes Logistikzentrum soll noch 2013 im brandenburgischen Brieselang entstehen. (dpa/rs)

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