Entschleunigung und Bauchgefühl

4 Tipps, um Burnout vorzubeugen

16. Oktober 2012
Bettina Dobe ist freie Journalistin aus München. Sie hat sich auf Wissenschafts-, Karriere- und Social Media-Themen spezialisiert. Sie arbeitet für zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland.
Besonders Menschen mit Führungsverantwortung sind vom Burnout gefährdet. Wie Sie sich schützen.

Burnout trifft vor allem Menschen mit Führungsverantwortung. Auch wenn das Krankheitsbild noch nicht abschließend definiert ist: Die Zahl der Krankheitstage aufgrund von psychischen Belastungen ist stark gestiegen. Jürgen Knauf von der Beratungsfirma Scopar (Scientific Consulting Partners) aus München hat 4 Tipps zusammengestellt, wie Entscheider sich vor einem kompletten Ausfall schützen können.

Führungsverantwortliche besonders belastet

Jürgen Knauf, Unternehmensberater bei Scopar: "Burnout ist ein Prozess, der begint, lange bevor die Symptome sichtbar werden."
Jürgen Knauf, Unternehmensberater bei Scopar: "Burnout ist ein Prozess, der begint, lange bevor die Symptome sichtbar werden."
Foto: Scopar

Vor allem Entscheider und die Aktiven seien bedroht, so Knauf. Wer schlecht und unregelmäßig schläft, aber trotzdem leistungsfähig ist, wer übermäßig arbeitet und trotzdem in der Freizeit noch sehr aktiv ist und wem nie langweilig ist, der sei akut gefährdet, so der Unternehmensberater.

1. Bewusster leben

Wer besser auf sich achtet, der ist weniger gefährdet, an Depressionen zu erkranken, weiß Knauf. Gerade Manager ignorieren oft die Signale ihres Körpers: Lieber noch einen Kaffee als eine Pause. Dass das auf Dauer nicht gut gehen kann, ist den meisten sogar klar. Knauf rät dazu, gerade auf die körperlichen Signale zu achten. Wer schlecht schläft oder häufig gesundheitliche Probleme hat, sollte sich Gedanken machen, ob er nicht etwas ändern sollte an seinem Leben, glaubt Knauf.

2. Setzen Sie Prioritäten

Immer mehr Hobbies, Aktivitäten und Freunde, aber nichts lassen können - so geht es vielen. "Wer immer mehr macht und nicht regelmäßig ausmistet, geht irgendwann unter", sagt Knauf. Doch gerade die Pausen sind wichtig. Und wer alte Gewohnheiten auch mal sein lässt, der hat mehr Zeit zum Verschnaufen, für sich und für Neues.

Zur Startseite