IT-Mitarbeiter

5 Dinge, die kein CIO hören will

01. April 2014
Von Alexander Galdy
ITler sollten zumindest manchmal die Regel befolgen: Schweigen ist Gold. Es gibt Sachen, die CIOs definitiv nicht hören wollen. Wer seine Karriere voranbringen will, sollte sie kennen.
Wer sich als ITler gegenüber dem CIO zu einer falschen Äußerung hinreißen lässt, muss froh sein, wenn er mit einem blauen Auge davon kommt.
Wer sich als ITler gegenüber dem CIO zu einer falschen Äußerung hinreißen lässt, muss froh sein, wenn er mit einem blauen Auge davon kommt.
Foto: Michael Kowalski - shutterstock.com

Auch wenn der IT-Verantwortliche gerne gut informiert ist, heißt das noch lange nicht, dass er alles in der IT-Abteilung mitbekommen will. Vor allem gibt es gewisse Meldungen, die kein Mitarbeiter ihm gegenüber äußern darf. Unsere US-Schwesterpublikation Computerworld hat CIOs befragt, wie sie die Sache sehen. Hier sind ihre Antworten:

Mit Business nichts am Hut

Als Mitarbeiter in der IT-Abteilung über das Thema Business zu sprechen, als handle es sich dabei um eine terra incognita, ist für IT-Verantwortliche ein absolutes No-Go. "Sag mir niemals, du weißt nicht, was das Business will. Aber du baust es, wenn es die da oben entscheiden", sagt James Schinski, CIO beim Midwest Independent Transmission System Operater in Carmel.

Joseph Tufano, CIO an der St. John's University in New York, ist derselben Meinung. Er erwartet von den IT-Mitarbeitern, dass sie ihm sagen, wie Technologie dazu beitragen kann, dass das Personal einen besseren Job machen kann: "Das bringt der IT gegenüber dem Business auch eine bessere Verhandlungsposition."

Es gibt nur eine Lösung

"Manche ITler entwickeln eine Vorliebe für eine ganz bestimmte Technologie oder Programmiersprache, die sie fast wie eine Religion behandeln", berichtet Neal Puff, IT-Verantwortlicher beim Arizona's Yuma County. Aber es gibt niemals nur eine Lösung, die für alle Situationen passt, so der CIO: "Wenn jemand so eine Eigenheit entwickelt, wird er von den anderen als Behinderung angesehen. Kollegen werden irgendwann annehmen, dass man immer nur den einen Weg einschlägt und niemals etwas anderes ausprobiert.

Schuld auf andere schieben

Klar, dass man nicht wegschauen darf, wenn das Team im Begriff ist, eine Deadline zu verpassen oder ein Projekt in den Sand zu setzen. Allerdings sollte man darüber nachdenken, ob man gut damit beraten ist, mit dem Finger auf einen Kollegen zu zeigen. Der Chef will nichts von Schuld hören, vor allem wenn man selber nicht versucht hat, das Problem zu lösen.

"Ich will ein Team, das zusammen arbeitet, und nicht eins, das Politik betreibt", sagt Kumud Kalia, CIO des Energie-Unternehmens Direct Energy in Toronto. Es gibt aber auch Fälle, bei denen es notwendig ist, personelle Angelegenheiten mit dem Boss zu besprechen. Zum Beispiel möchte Kalia von den Abteilungsleitern bei der IT wissen, ob ein Mitarbeiter daran denkt, das Unternehmen zu verlassen. Ein solches Gespräch sollte allerdings diskret und objektiv ausfallen.

Das geht nicht

Robert Strickland, CIO von T-Mobile in den USA, hat eine klare Meinung: Alles ist möglich. Es kann zwischendurch unmöglich sein, das Ziel auf genau dem Weg zu erreichen, der vorgegeben war, sagt Strickland. Aber keiner soll sagen, es ist unmöglich, bevor er Alternativen vorgeschlagen hat. "Sie werden überrascht sein, was man alles erreichen kann, wenn man die ausgetretenen Pfade einmal verlässt", so der CIO.

Überraschung

CIO sagen fast unisono, dass sie keine Überraschungen mögen, vor allem keine unliebsamen. Ian Patterson, CIO beim Online-Broker Scottrade, zieht es dagegen vor, alle Nachrichten zu hören - gute wie schlecht, und am liebsten direkt von seinen Mitarbeitern. Am besten sichert man sich seine Aufmerksamkeit, wenn man so anfängt: "Da gibt es etwas, wovor ich Sie warnen muss."

Auf jeden Fall kann man darauf wetten, dass der Chef eine Nachricht lieber früher als später hören will, meint Gregory Morrison, CIO bei Cox Enterprise in Atlanta. "Schnelle Unterstützung kann helfen, dass ein kleines Problem nicht zu einem Desaster ausartet", sagt Morrison.