Was künftige CIOs anders machen

5 IT-Aufsteiger neuen Typs

27. März 2013
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Der moderne CIO kümmert sich um die Beziehung zum Business. Zentrale Frage für ihn ist, wie er mit schlauem IT-Einsatz Unternehmensziele unterstützen kann.
Um die Technik geht es bei CIOs viel weniger als früher.
Um die Technik geht es bei CIOs viel weniger als früher.
Foto: SAP AG

Wenn Armand Rabinowitz, Senior Manager of IT Process Improvement bei der Hotel-Kette Hyatt, über Unternehmens-IT spricht, redet er nicht von Applikationen, Rechenzentren, Netzwerken oder der Cloud. Der 37-jährige Rabinowitz hat sich darauf spezialisiert, Hotel-Kunden mit IT zu begeistern. So können sie nun zum Beispiel den Check-In umgehen, indem sie online über ihr Smartphone einchecken und ihre Kundenkarte als Zimmerschlüssel benutzen.

Rabinowitz und fünf andere IT-Experten wurden von ihren Managern, führenden IT-Verantwortlichen, bei unserer amerikanischen Schwesterpublikation Computerworld als IT’s Rising Stars nominiert. Sie alle sehen sich in der Lage, durch IT-Innovationen Probleme des Business zu lösen und Business-Ziele zu erreichen. Sie haben verstanden, dass die IT nicht mehr für den Support zuständig ist sondern mit ihren Lösungen für Umsatz sorgt. Tracy Mayor stellt die Rising Stars vor.

Abgleich mit der Unternehmenskultur wird wichtiger

Marshall Oldham vom IT-Recruitingunternehmen TEKsystems findet, dass sich diese neue Aufgabe der IT auch in den Einstellungen zeigt. Denn während man Anfang der 2000er Jahre mit Fachwissen punkten konnte, geht es nun um ganz andere Qualifikationen. Heute ist es viel wichtiger, ob man zur Unternehmenskultur passt, das Geschäftsmodell versteht und eine gute Führungskraft ist.

Neben Armand Rabinowitz wurde auch die 43-jährige Lynn Costa unter die Rising Stars der IT gewählt. Sie arbeitet beim Kinderbuchverlag Scholastic als Vice President Shared Services. Dabei verantwortet sie unter anderem die Enterprise-Applikationen, den Help-Desk und die Mobil-Strategie. Ihr Spezialgebiet liegt darin, Prozesse zu identifizieren, die Change unterstützen. Ihre Rolle, findet Costa, entwickelt sich mehr und mehr zu der eines strategischen Consultants. Als solcher versucht sie herauszufinden, was das Business erreichen möchte und unterstützt diese Ziele dann mit den richtigen Technologien.