Accenture: Skills ermitteln

5 Ratschläge für bessere Weiterbildung

30. Juli 2012
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Rausgeschmissenes Geld: Nur jeder fünfte Arbeitnehmer in den USA hat in den vergangenen fünf Jahren über Weiterbildungsprogramme etwas dazugelernt.

Jedes Jahr investieren Unternehmen Milliarden in Weiterbildungsprogramme für ihre Mitarbeiter. Nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln sollen die Arbeitgeber in Deutschland im Jahr 2010 rund 28,6 Milliarden Euro in Weiterbildungsmaßnahmen investiert haben, in den USA waren es laut American Society for Training & Development 171 Milliarden US-Dollar. Waren diese Investitionen ihr Geld wert? Dieser Frage gehen Diego S. De León, Terry Nulty und Geirean Marcroft vom Beratungsunternehmen Accenture in einem Beitrag für das Accenture-Journal Outlook nach.

Häufig wird noch in Präsenzkursen gelernt.
Häufig wird noch in Präsenzkursen gelernt.
Foto: SMART Technologies

Sie verweisen auf eine Accenture-Studie, die nur wenig Weiterbildungserfolge vorweist. Denn, so die Ergebnisse der Skills Gap Study, nur jeder fünfte Arbeitnehmer in den USA hat in den vergangenen fünf Jahren über Weiterbildungsprogramme seines Arbeitgebers etwas dazugelernt. Obwohl 55 Prozent der Arbeitnehmer den Druck spüren, neue Fähigkeiten zu erlernen, wird nur ein Viertel dabei vom Arbeitgeber unterstützt.

Auch den Unternehmen sollte etwas daran liegen, dass ihre Mitarbeiter sich weiterbilden. Immer wieder stünden sie vor der Herausforderung, für sich verändernde Märkte, Kunden und Technologien Mitarbeiter mit einem passenden Profil zu finden, so die Accenture-Autoren. Firmen müssen Wege finden, Mitarbeiter aus dem Unternehmen für solche Stellen zu qualifizieren, fordern die Berater. Dabei stellen sie sich weniger vor, einzelne Mitarbeiter isoliert zu Weiterbildungen zu schicken, sondern vielmehr das gesamte Unternehmen in ein Lernteam zu verwandeln. Social MediaSocial Media und Collaboration-Technologien schaffen besonders gute Voraussetzungen für das Lernen im Unternehmen. Alles zu Social Media auf CIO.de

Job Shadowing

Drei Viertel der von Accenture Befragten gaben an, dass sie in ihrem Job auch durch das sogenannte Job Shadowing dazulernen, also durch das Beobachten von Kollegen und das Sammeln eigener Erfahrungen. Und sie lernen dazu, wenn Sie von einem Supervisor bei einer neuen Aufgabe angeleitet werden oder auf Anleitungen und Best Practices zugreifen können. Unternehmen stehen hier vor der Herausforderung, diese Art des Lernens stärker zu strukturieren und zu etablieren, so die Einschätzung von Accenture. Gerade hier können Social Media-Tools sehr hilfreich sein, wenn sie klug eingesetzt und gemanagt werden.

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