Jobsuche und Bewerbungsgespräch

5 Ratschläge für Überqualifizierte

10.06.2016
Von Meridith Levinson und
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Personaler haben Angst, dass Überqualifizierte schnell wieder kündigen und stellen Sie deshalb oft nicht ein. Fünf Strategien für Bewerbungsschreiben und Vorstellungsgespräch, mit denen Sie den Job trotzdem bekommen.

Wenn ITler in ihrer KarriereKarriere auf eine Fülle von beruflichen Erfahrungen zurückblicken können, bieten Sie ihrem neuen Arbeitgeber eine Reihe von Vorteilen: Die Einarbeitung geht zum Beispiel schnell voran und als neuer Mitarbeiter bringen Sie viel Fachwissen mit. Alles zu Karriere auf CIO.de

Trotzdem besteht bei der Jobsuche die Gefahr, wegen Überqualifikation abgelehnt zu werden. Personaler nehmen häufig an, dass der Kandidat in der Position unglücklich sein wird und sich bereits nach wenigen Monaten etwas Neues sucht. Sie gehen zudem davon aus, dass sie die Gehaltsvorstellungen des Kandidaten nicht erfüllen können.

Wie sieht die richtige Bewerbungsstrategie für Überqualifizierte aus?
Wie sieht die richtige Bewerbungsstrategie für Überqualifizierte aus?
Foto: MEV Verlag GmbH

Deshalb müssen sich besonders gut Qualifizierte bei der JobsucheJobsuche richtig verkaufen. Unsere amerikanische Schwesterpublikation CIO.com erläutert, wie man in Bewerbungsunterlagen und während des Gesprächs erst gar keine Bedenken bei Personalern aufkommen lässt. Alles zu Jobsuche auf CIO.de

1. Verkaufen Sie sich gut in Ihrem Anschreiben

Ein Anschreiben sollte immer zeigen, warum Sie sich für diese bestimmte Position in diesem Unternehmen bewerben und ruhig untermauern, dass man sich informiert hat. Wer überqualifiziert ist, erläutert im Anschreiben, warum seine Erfahrungen ihn zum idealen Kandidaten qualifizieren. Wer sich auf eine niedrigere Position bewirbt, sollte im Anschreiben einen Grund für das Down-Shifting nennen.

Auf Zukunftsfragen im Bewerbungsgespräch vorbereiten

2. Spielen Sie Ihren Lebenslauf nicht herunter

Streichen Sie keine Ihrer Qualifikationen aus dem Lebenslauf, um nicht als überqualifiziert zu gelten. Stehen Sie zu dem, was Sie können. Personaler wollen wissen, welche Fähigkeiten Sie mitbringen.

3. Rechnen Sie mit Fragen über Ihre Ziele

Personaler sorgen sich bei Überqualifizierten vor allem darum, dass Sie bald wieder jemanden einstellen müssen. Darum bereiten Sie sich für ein Bewerbungsgespräch gezielt auf Fragen zu Ihrem Interesse an der Stelle, am Unternehmen und Ihren Karrierezielen vor. Wenn Sie den Job wollen, darf auf keinen Fall der Eindruck entstehen, dass Sie hier nur parken, um sich möglichst schnell etwas Besseres zu suchen.

Wenn man gar keine Ziele für die Zukunft hat, kommt das auch nicht gut an. Experten raten deshalb, überzeugend zu erläutern, warum diese Stelle besonders gut zu den persönlichen Karrierezielen passt.

4. Nehmen Sie Managern die Angst, dass Sie Ihre Jobs wollen

Manche Jobsuchende machen bei Bewerbungsgesprächen die Erfahrung, dass Manager bei überqualifizierten Kandidaten Angst haben, sie könnten auf seinen Job aus sein. Deshalb stellt man am besten klar, dass man die Perspektive und auch die Grenzen der ausgeschriebenen Position kenne und sich nicht darüber hinaus bewegen werde - außer es wird ausdrücklich verlangt.

5. Zeigen Sie, wie wertvoll Sie für den Arbeitgeber sind

Wenn Sie bewusst eine Hierarchiestufe nach unten klettern möchten und die dazugehörige Bezahlung in Kauf nehmen, vermarkten Sie Ihren Wert fürs Unternehmen. Ohne verzweifelt zu erscheinen, müssen Sie dem Personaler klar machen, dass er bei Ihnen deutlich mehr für sein Geld bekommt als bei einem Durchschnittskandidaten. Wenn Sie die qualifizierteste Person für die gewünschten Tätigkeiten sind, kann Ihnen das durchaus den Zuschlag bringen.