E-Mail nicht im Griff

5 Ratschläge fürs Mail-Management

17. Februar 2011
Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Das Wiederfinden von Mails, Performance des Mail-Systems und Stress für die Mitarbeiter durch zu viele Mails sind ungelöste Probleme beim E-Mail-Management, wie eine Studie von Iron Mountain zeigt.
Viele Firmen sind bei der Archivierung von Mails überfordert. Dabei werden die Vorschriften immer rigider.
Viele Firmen sind bei der Archivierung von Mails überfordert. Dabei werden die Vorschriften immer rigider.
Foto: ErickN - Fotolia.com

Die elektronische Post ist längst nicht mehr nur ein einfaches Mittel zur schnellen Kommunikation. E-Mails haben geschäftskritische Bedeutung – schon alleine wegen der gesetzlichen Pflicht zur Aufbewahrung über bestimmte Zeiträume, wie sie etwa für digitale Betriebsprüfungen (GDPdU) und ordnungsgemäße Buchführung (GoBS) gelten. Viele Unternehmen haben sich darauf aber technologisch noch keineswegs eingestellt, wie eine aktuelle Studie des Lösungsanbieters Iron Mountain in Zusammenarbeit mit den Marktforschern von TNS Emnid zeigt.

Das Ergebnis der Umfrage: Nur 12 Prozent der Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben den Umgang mit geschäftlichen Mails verbindlich geregelt. „Dem gegenüber steht für Unternehmensverantwortliche die Herausforderung, geschäftsrelevante Inhalte für interne und externe Prüfungen jederzeit aus dem E-Mail-System bereitstellen zu müssen“, kommentiert der Anbieter. Besonderen Nachholbedarf sehen die etwa 200 befragten Firmen hinsichtlich ihres E-Mail-Managements vor allem bei der Datensicherheit, bei der Filterung und bei der Archivierung. Jeweils zwei Fünftel nannten diese Aspekte als besonders problematisch.

Ein Drittel der Befragten – sogar 40 Prozent im Industriesektor – gaben zu, dass das Wiederfinden von Mails in ihrem Unternehmen ebenso an Grenzen gelangt sei wie Backup und Leistungsfähigkeit der E-Mail-Lösung insgesamt. Hinzu kommt der StressStress, den die Mitarbeiter angesichts von teilweise mehr als 150 Mails täglich empfinden. Analysten prognostizieren laut Iron Mountain sogar einen Anstieg auf bis zu 200 Mails pro Tag im kommenden Jahr. Angesichts dieser Herausforderung hat Iron Mountain für die Anwender noch einige Ratschläge zusammengestellt. Alles zu Stress auf CIO.de

1. Automatische Archivierung: Diese sollte nicht über PST-Dateien (Personal Store) erfolgen. Denn diese lassen sich leicht löschen. Außerdem können sie durch eine defekte Festplatte oder einen gestohlenen Laptop verloren gehen. Eine professionelle Lösung speichert die Daten dagegen automatisch an einem sicheren Speicherort, zum Beispiel in speziellen unternehmensinternen NAS- oder SAN-Systemen.