Planung und Durchführung

5 Ratschläge gegen Frust-Meetings

Sascha Alexander ist Manager Marketing & Kommunikation bei der QUNIS GmbH, Neubeuern, die auf Beratung und Projekte in der Business Intelligence, Big Data und Advanced Analytics spezialisiert ist. Zuvor war der Autor als Director Communications bei den Marktforschungs- und Beratungsunternehmen BARC und PAC tätig. Als ehemaliger Redakteur der COMPUTERWOCHE sowie Gründer und Chefredakteur des Portals und Magazins für Finanzvorstände CFOWORLD verbindet ihn zudem eine lange gemeinsame Zeit mit IDG.
Seine Themenschwerpunkte sind: Business Intelligence, Data Warehousing, Datenmanagement, Big Data, Advanced Analytics und BI Organisation.
Sitzungen können sogar überraschend ertragreich verlaufen. Dafür ist eine durchdachte Vorbereitung ebenso wichtig wie das Unterbinden von Zeitverschwendung.

Es führt kein Weg daran vorbei: Manche Themen müssen im Unternehmen in größerer Runde besprochen werden. Leider, ächzen viele beim bloßen Gedanken daran. Der Widerwillen nimmt ab, wenn Meetings nicht länger als nötig dauern, erkennbare Resultate bringen und gut organisiert sind. Auf fünf Dinge sollte achten, wer zum Meeting trommelt.

1. Vor dem Meeting: Bereiten Sie eine klare Agenda samt kurzen Erläuterungen zu den einzelnen Punkten vor. Schicken Sie diese zusammen mit eventuell benötigten Materialien (Berichte, Slides) frühzeitig an Ihre Kollegen. Dies zeugt nicht nur von gutem Stil, sondern erhöht auch die Chancen, dass Ihr Meeting ein Ergebnis hat und nicht in einer langwierigen und heillosen Debatte endet.

2. Am Tag des Meetings: Gehen Sie frühzeitig zum Besprechungsraum und prüfen Sie, ob beispielsweise die Technik funktioniert, was oft eben nicht der Fall ist. Während der Besprechung sollten Sie sich eng an die Agenda halten und auf die Zeit achten. Lassen Sie den Dingen stattdessen ihren Lauf, weil ein Kollege an dem Tag unbedingt noch andere Dinge erzählen will, könnte es Ihnen passieren, dass das Treffen am Ende als Zeitverschwendung ohne Ergebnis bewertet wird und Ihre ganze Vorbereitung umsonst war.

3. Sie sind auch nur ein Mensch: Eine gute Führungskraft zeichnet sich durch ihre Persönlichkeit nicht durch ihr Autorität aus. Sie sollten daher während des Meetings nicht einfach ihre Agenda abspulen, sondern darauf achten, dass sich die Teilnehmer untereinander verständigen. Dazu gehört es auch, Kollegen zu animieren, eigene Ideen und Vorschläge zu einem Diskussionspunkt näher zu erläutern. Dies hilft verhindern, dass Teilnehmer die Themen einfach nur abnicken, statt Beschlüsse mitzutragen und zu leben Auch wenn Sie der Chef sind, sollten Sie nicht vergessen, auch einmal zuzuhören. Ebenso sollten Sie einen höflichen und freundlichen Umgang pflegen.

4. Zeitverschwender stoppen: Sollte jemand in der Runde abschweifen, müssen Sie ihn wieder an das eigentliche Thema erinnern. Sie sollten ihn aber nicht vor versammelter Mannschaft zum Schweigen verurteilen, sondern freundlich aber bestimmt durch Formulierungen bremsen wie "Danke für den Hinweis, aber lassen Sie uns jetzt mit der Agenda fortfahren". Liegt gar Streit in der Luft, sollten Sie alles daran setzen, dasst es wieder ausschließlich um sachliche Fragen geht, sprich: Sie müssen den besagten Personen klarmachen, dass in diesem Augenblick nur das heutige Thema und der Anlass der Sitzung interessieren.

Zusammenfassung verhindert nachträgliche E-Mails

5. Ende der Versammlung: So pünktlich wie das Meeting begonnen hat, sollte es auch enden. Behalten Sie die Uhr im Blick und reservieren Sie sich etwas Zeit für eine kurze Zusammenfassung. Diese ist wichtig, damit für alle Beteiligten klar ist, was besprochen und vereinbart wurde. Das Letzte, was Sie wollen, sind nämlich E-Mails nach dem Meeting, in denen Ihre Kollegen noch einmal den Inhalt und Anlass des Treffens erklärt bekommen möchten.