Neue Karriere

5 Ratschläge: Management-Trauma vermeiden

27. März 2012
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Wenn ITler einen Management-Posten übernehmen, ist das keine Beförderung sondern ein Laufbahn-Wechsel. Darauf müssen sie gut vorbereitet werden.

Immer dann, wenn Paul Glen hört, wie ein IT-Experte "Ich bin ins Management befördert worden" sagt, weiß er: Der wird es erst einmal schwer haben. Höchstwahrscheinlich wisse er nämlich nicht, worauf er sich einlasse, schreibt Glen, CEO der Beratungsfirma Leading Geeks, in einem Beitrag für unsere amerikanische Schwesterpublikation Computerworld. Und es habe ihn wohl auch niemand darauf vorbereitet. Wer vom ITler mit technischen Aufgaben zum Manager aufsteigt, wird nicht befördert, sondern wechselt die Laufbahn, so Glens Standpunkt.

Wer von einer technischen Position ins Management wechselt, ist anfangs oft unsicher.
Wer von einer technischen Position ins Management wechselt, ist anfangs oft unsicher.
Foto: detailblick - Fotolia.com

Unter einer Beförderung versteht man im Allgemeinen, dass man zu seinen bisherigen Aufgaben weitere übernimmt. Meist besteht eine Kontinuität: Neues kommt zu den Dingen hinzu, die einen bislang beschäftigt haben. Wird man als ITler mit technischen Aufgaben ins Management befördert, trifft das jedoch überhaupt nicht zu.

Glen vermisst zwischen einem technisch geprägten IT-Job und einer Management-Aufgabe jegliche Überschneidungen - sowohl bei den verlangten Fähigkeiten als auch bei den Kenntnissen. Seiner Meinung nach benötigen Manager kein herausragendes technisches Verständnis. Sie bräuchten vielmehr die Fähigkeit, für andere mit diesem Verständnis die idealen Arbeitsbedingungen zu schaffen.

Der Wechsel von der technischen Position ins Management kann traumatisch enden, glaubt Glen. Um ein solches Trauma zu vermeiden, sollte man die folgenden Dinge berücksichtigen:

1. Manager auf Probe: Viele technisch orientierte ITler fühlen sich im Management nicht wohl. Die Konsequenz ist, dass sie den Arbeitgeber verlassen, um der vermeintlichen Erniedrigung einer Zurückstufung zu entgehen. Damit verliert das Unternehmen gute ITler, weil es sie in einen Job gehoben hat, der ihnen keinen Spaß bereitet. Lieber sollte man ITlern versuchsweise Management-Aufgaben übergeben, ohne das groß im Unternehmen zu kommunizieren. So haben die Kandidaten die Möglichkeit, diesen Karriereweg für sich auszuprobieren.