Rückblick auf 2010

5 Sicherheitstrends für 2011

22. Dezember 2010
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Insgesamt 89 Prozent der E-Mails waren 2010 Spam. Das geht aus einer Studie des Security-Spezialisten Symantec hervor. Für 2011 raten die Experten, das Surf-Verhalten mobiler Mitarbeiter zu kontrollieren.
Sisyphos muss immer wieder seinen Fels den Berg hochschleppen. So kann's gehen, wenn man sich mit Zeus (oder den Anti-Virus-Göttern) anlegt.
Sisyphos muss immer wieder seinen Fels den Berg hochschleppen. So kann's gehen, wenn man sich mit Zeus (oder den Anti-Virus-Göttern) anlegt.
Foto: Franz von Stuck, Sisyphos, 1920, Privatbesitz

Sisyphos heißt der arme Mann, den die antiken Götter dazu verdonnert haben, einen schweren Fels einen Berg hinaufzuschieben. Kaum ist er oben angekommen, überrollt ihn der Fels und Sisyphos muss von vorn anfangen - in alle Ewigkeit. So ähnliche müssen sich die wackeren Sicherheitsspezialisten vorkommen, die MalwareMalware bekämpfen. Das legt zumindest ein Jahresrückblick des kalifornischen Security-Anbieters Symantec nahe. Alles zu Malware auf CIO.de

Demnach lag die Spam-Quote am gesamten E-Mail-Verkehr im Jahr 2010 bei 89 Prozent. Das sind 1,4 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Besonders schlimm war es im August 2010, als eine neue Variante des Rustock-Botnets den Spam-Anteil auf 95 Prozent steigen ließ.

Was Viren angeht, war 2010 im Schnitt eine von 284 Mails mit einem Schadprogramm verseucht. Im Jahr 2009 betraf das eine von 286 Mails. Allerdings: Die Analyse der 2010 von Security-Technologien aufgehaltenen Mails ergab eine Menge von 339.673 unterschiedlichen Malware-Stämme. Das sind laut Symantec mehr als hundert Mal so viele wie im Vorjahr.

Erleichterung gibt es beim Thema Phishing, denn hier verzeichnet Symantec einen Rückgang: 0,2 Prozent aller Mails enthielten 2010 den Versuch, persönliche Authentisierungsdaten auszuspionieren. Im Jahr zuvor waren es 0,3 Prozent.