Business-Analytics-Projekte

5-Stufen-Modell für die Datenanalyse

22. Juli 2010
Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Nur wenige Unternehmen kennen den Businesswert ihrer Daten, meinen Analysten von Accenture. Für die verborgenen Schätze haben sie das DELTA-Modell entwickelt. Das Akronym steht für Data, Enterprise, Leadership, Targets and Analysts.

Die alt-ehrwürdige britische Royal Shakespeare Company gibt sich modern: Das Theaterunternehmen unterzog den Ticketverkauf der vergangenen sieben Jahre einer gründlichen Untersuchung mit dem Ziel, mehr Eintrittskarten an vorhandene Kunden zu verkaufen und neue Zielgruppen zu erschließen. Mit großem Erfolg: Die Analyse und anschließend erstellten Marketingpläne schraubten den Verkauf allein in Shakespeares Heimat Stratford-upon-Avon um satte 70 Prozent in die Höhe.

Nicht immer verlaufen Business-Analytics-Projekte dermaßen erfolgreich. Aber jedes Unternehmen hat wertvolle Daten im Fundus, die beim Ausbau des Geschäfts helfen können.

So hat die Elektronik-Kette Best Buy zum Beispiel durch Analysen seines Loyalty-Programms herausgefunden, dass ganze sieben Prozent ihrer Kunden für 43 Prozent des Umsatzes verantwortlich zeichnen. Die Konsequenz: Best Buy passte seinen Online-Shop an die Bedürfnisse dieser Power-Buyer an. Das Ergebnis der Bemühungen ist leider nicht überliefert, aber man liegt sicher richtig mit der Annahme, dass die sieben Prozent nun noch mehr Umsatz in die Kassen spülen.

Whitepaper: Der Nutzen des Chief Data Officers

Der Chief Data Officer (CDO) wird immer öfter zu einer zentralen Führungkraft in Unternehmen auf der ganzen Welt. Der Grund ist die zunehmende Relevanz von Daten. Denn Daten sind überall und allgegenwärtig; sie untermauern jede Transaktion, jeden Betrieb und jegliche Interaktion innerhalb und außerhalb von Organisationen. Daten sind aber auf eine Infrastruktur angewiesen, sie müssen gespeichert, archiviert, analysiert und gesichert werden. Dafür braucht es den CDO. In dieser IBM-Studie wird die Rolle des CDO durchleuchtet und gezeigt, welche Vorteile Unternehmen konkret von ihm haben.

Olive Garden, eine Kette italienischer Restaurants in den USA und Kanada, nutzt seine Restaurant-Daten unter anderem für das Ermitteln der Anforderungen an die Vorratshaltung sowie zur individuellen Menugestaltung und Zutatenverteilung. Nur eins der Ergebnisse: Die Menge des "Essens auf Rädern" (die der Mülltonne) konnte innerhalb von zwei Jahren signifikant gesenkt werden.

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