Hauptgründe für Probleme

5 Tipps für effizientere IT-Teams

Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Es muss gar nicht immer an der IT selbst liegen, dass ein Team ineffizient arbeitet. CIO und Mitarbeiter können aber einiges dazu beitragen.
Alleine essen schadet dem Team - zweimal in der Woche sollten CIOs mit Managern aus den Fachabteilungen essen.
Alleine essen schadet dem Team - zweimal in der Woche sollten CIOs mit Managern aus den Fachabteilungen essen.

Nur weil in einer IT-Abteilung eine Menge kluger und ambitionierter Angestellter arbeiten, heißt das noch nicht, dass das Team deshalb auch effizient arbeitet. Gründe dafür gibt es viele, häufig liegen sie überhaupt nicht im Einflussbereich des Teams.

Ineffizient arbeitende Teams verbessern

Shane O’Neill von unserer amerikanischen Schwesterpublikation CIO.com hat mit John Baschab von Technisource, einem Vermittler von IT-Mitarbeitern und -Diensten, gesprochen. Baschab glaubt, dass für ineffizient arbeitende Teams häufig vier Gründe verantwortlich sind:

  1. Der erste sind starke Veränderungen im Business, wie ein rasantes Umsatzwachstum oder eine Firmenfusion.

  2. Der zweite mögliche Grund ist ein schlechtes und ineffizientes Anbieter-Management.

  3. Der dritte Grund ist ein schlechter Management-Stil, der die IT vom Business isoliert.

  4. Schließlich kann auch ein ungenügendes Finanz- und Risikomanagement für die Ineffizienz in der IT-Abteilung verantwortlich sein.

Baschab hat fünf Tipps für CIOsCIOs, damit sie das Alignment von Business und IT im Unternehmen unterstützen und vorantreiben: Alles zu Rolle des CIO auf CIO.de

  • 1. In einem ersten Schritt sollte man dafür ein IT Steering Committee gründen. In ein solches Committee holt man Führungskräfte aus unterschiedlichen Abteilungen, oft sind es der CEO, seine direkt an ihn berichtenden Manager und weitere Führungskräfte, die ein Interesse an IT haben. Das Committee sollte auch mitentscheiden, wenn neue IT-Manager eingestellt werden.

  • 2. Baschabs zweiter Ratschlag lautet, die Prozesse für das ProjektmanagementProjektmanagement im Unternehmen zu überprüfen. Der CIO sollte eine zentrale Liste für alle anstehenden Projekte in der IT einführen und die einzelnen Projekte dann nach ihrem Wertbeitrag für das Unternehmen priorisieren. Hier muss ein IT-Verantwortlicher auch unbedingt berücksichtigen, wie viele Kapazitäten sein Team hat und darauf achten, nicht zu viele Projekte zu übernehmen. Alles zu Projektmanagement auf CIO.de

  • 3. Der dritte Ratschlag von Baschab bezieht sich auf die Anbieterbeziehungen. Er empfiehlt CIOs, möglichst günstige Verträge auszuhandeln und sich auch nach dem Vertragsabschluss weiter intensiv um die Beziehung zum Anbieter zu kümmern. Regelmäßig sollte man sich als IT-Verantwortlicher die Frage stellen, welche Anbieter gute Arbeit leisten und welche nur viel Geld kosten und regelmäßig den Zeitplan sprengen. Beschäftigt man solche Anbieter, sollte man nicht zögern, sich von ihnen zu trennen und zu einem produktiveren Wettbewerber zu wechseln.

Mittagessen mit Managern aus Fachabteilungen

  • 4. Baschabs vierter Tipp zielt auf ein besseres Budget-Management. "CIOs sollten im Management zum Ansprechpartner werden, wie man durch den Einsatz von IT die Unternehmensausgaben senken kann", rät er. Entstehen Unregelmäßigkeiten im Budget, muss ein IT-Verantwortlicher diese erklären können. Auch über Ausgaben und Einnahmen, die seinen Bereich betreffen, muss der CIO bestens informiert sein.

  • 5. Wie sein erster Ratschlag bezieht sich auch Baschabs fünfter Tipp auf das Verhältnis von Business und IT. Das gesamte IT-Team muss sich bemühen, einen guten Draht zu den Fachabteilungen zu halten. Wer sich in dieser Sache nicht bemüht, den hält Baschab nicht für beförderungswürdig. CIOs empfiehlt er, beim Mittagessen den Kontakt zu Managern aus den Fachabteilungen zu suchen - mindestens zweimal in der Woche.