IT-Outsourcing

5 Tücken bei hybriden Preismodellen

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Hybride Preismodelle versprechen reduzierte Kosten und bessere Lieferqualität. Andererseits droht dem CIO noch mehr Unübersichtlichkeit.
Die richtige Mischung bei der Outsourcing-Abrechnung zu finden, ist kein leichtes Unterfangen.
Die richtige Mischung bei der Outsourcing-Abrechnung zu finden, ist kein leichtes Unterfangen.
Foto: MEV Verlag

In der Wolke sind die Dinge meist so einfach: So weit möglich ist alles standardisiert, und man zahlt wie im Wirtshaus. Also das, was man bestellt. Beim klassischen IT-Outsourcing hingegen sind die Abrechnungen oft ein Ärgernis. Mittlerweile gibt es deshalb hybride Preismodelle. Unsere amerikanische Schwesterpublikation CIO.com hat untersucht, was davon zu halten ist. Außerdem präsentiert Autorin Stephanie Overby fünf Überlegungen, die CIOs dazu anstellen sollten.

Traditionellerweise werden beim IT-Outsourcing Application Maintenance und Entwicklungsdienstleistungen auf Input-Basis, Infrastruktur-Services hingegen auf Output-Basis bezahlt. Hybride Modelle kombinieren beides, gelegentlich auch noch mit einem dritten Mechanismus: Preisen, die am Geschäftsergebnis orientiert sind.

Gemischte Modelle werden immer beliebter

Diese gemischten Modelle legen an Beliebtheit immer mehr zu, wie Outsourcing-Berater Steven Kirz von Pace Harmon feststellt. „Getrieben ist das von einer Unzufriedenheit mit den traditionellen Modellen sowohl bei den Kunden als auch bei den Providern“, erläutert Kirz. „Aus Anwenderwarte führen die schlechten Resultate der üblichen Abrechnung pro Stunde zu Enttäuschung, aus Anbietersicht reduziert die Vereinheitlichung der technologischen Ressourcen die Margen.“

Eine Business-Outcome-Basis ist aus Anwendersicht oft in Teilen angestrebt, aber schwer durchgängig umzusetzen. Deshalb dienen hybride Modelle auch dazu, mit diesem Mechanismus zu experimentieren und Erfahrungen zu sammeln. In der Theorie bringen hybride Modelle ein Plus an Flexibilität mit sich.