Benimmfragen im Job

5 wichtige Regeln zum Business-Knigge

29. August 2012
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Wann darf ich nach Hause gehen, wer bezahlt beim Geschäftsessen, sind private Telefonate tabu? Antworten auf Fragen, die sich nach einem Jobwechsel stellen.
Macht der Chef täglich Überstunden, heißt das nicht, dass man auch bleiben muss.
Macht der Chef täglich Überstunden, heißt das nicht, dass man auch bleiben muss.
Foto: MEV Verlag

Es gibt Benimm-Regeln am Arbeitsplatz, die muss man nicht erklären oder diskutieren. Niemand schreit seinen Vorgesetzten grundlos an, klaut Kollegen das Mittagessen aus dem Kühlschrank oder legt sich während eines wichtigen Termins schlafen und fühlt sich dabei im Recht. Doch bei der Etikette am Arbeitsplatz gibt es Grauzonen, die Unternehmen und Vorgesetzte unterschiedlich handhaben. Vor allem, wenn man den Arbeitsplatz wechselt, muss man sich erst einmal zurechtfinden. Am einfachsten wäre es, nach der Handhabung zu fragen, doch viele fühlen sich nicht wohl damit, ihren Vorgesetzten mit solchen Fragen zu konfrontieren. Das Karriereportal Careerbuilder hat sich in seinem Blog "The Work Buzz" einiger dieser kniffligen Benimmfragen angenommen und Karriereexperten um eine Einschätzung gebeten.

1. Darf ich früher als mein Chef nach Hause gehen? Diese Frage stellen sich viele, die neu in eine Abteilung kommen, in der lange Arbeitstage an der Tagesordnung sind. Eigentlich möchte man gern Einsatz beweisen und nicht als einer der ersten das Büro verlassen. Doch muss man wirklich bleiben, wenn der Chef jeden Abend bis 21 Uhr arbeitet? Nein, deshalb muss man keine Überstunden machen. Experten raten, sich nicht einfach davonzuschleichen, sondern sich vom Vorgesetzten zu verabschieden. Wer die Möglichkeit dazu hat, kann natürlich vor seinem Abschied noch einmal nachfragen, ob er den Vorgesetzten bei etwas unterstützen kann. Wer allerdings vor dem Ende seines regulären Arbeitstages aufbrechen möchte, sollte das frühzeitig ankündigen und im Falle eines kurzfristigen Aufbruchs erklären.

2. Darf ich vom Firmentelefon aus private Telefongespräche führen? Diese Frage regeln häufig Betriebsvereinbarungen. Doch gerade wenn man in einem Großraumbüro arbeitet, sollte man seine Kollegen nicht mit langen Privatgesprächen von der Arbeit abhalten. Deshalb raten Experten, solche Telefonate kurz zu halten. Wer länger telefonieren muss, zieht sich dafür besser mit dem Handy in ein leeres Büro oder einen leeren Konferenzraum zurück oder geht kurz vor die Tür.

3. Darf ich meinen Vorgesetzten verbessern? Das hängt stark vom Fehler, dem Verhältnis zum Chef und der Situation ab. Kleine Fehler ohne Konsequenzen sollte man übergehen. Passiert dem Vorgesetzten allerdings während einer Präsentation oder im Gespräch mit einem Kunden ein größerer Fehler, sollte man ihm diskret eine Notiz zuschieben - wenn das möglich ist. Ist es das nicht, sollte man den Chef in einer Pause oder direkt nach dem Meeting auf den Fehler ansprechen, raten die Experten im Careerbuilder-Beitrag.

Zur Startseite