Karriere von Führungskräften

6 häufige Fehler bei Bewerbungen

21. Juni 2011
Von Meridith Levinson und
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Führungskräfte erfüllen zwar meistens die Anforderungen außerordentlich gut, doch bringen sie das in ihren Bewerbungsunterlagen selten rüber.

Meredith Levinson betreut bei unserer amerikanischen Schwesterpublikation CIO.com die Karrierethemen. Als sie vergangenen Monat ihre Leser bat, ihr Lebensläufe zu schicken, erhielt sie zahlreiche Zuschriften. Alle wollten den Hauptgewinn - von einem Profi umformulierte neue Bewerbungsunterlagen.

Als Levinson sich die Einsendungen durchsah, fiel ihr auf, wie schlecht viele IT-Experten darin sind, sich selbst erfolgreich zu vermarkten. "Viele erfüllen die Anforderungen außerordentlich gut, können dies in ihren Bewerbungsunterlagen aber überhaupt nicht artikulieren", schreibt sie. Aus den Unterlagen käme überhaupt nicht heraus, was den IT-Verantwortlichen einzigartig mache und welche Schlüssel-Fähigkeiten und Stärken er mitbringt.

Wer sich im Lebenslauf als führungsstark bezeichnet, muss das mit Fakten belegen.
Wer sich im Lebenslauf als führungsstark bezeichnet, muss das mit Fakten belegen.
Foto: Rene Schmöl

Levinson hat sechs Fehler zusammengestellt, die ihr in den CIO-Bewerbungen immer wieder aufgefallen sind.

1 Relevante Erfahrungen werden nicht hervorgehoben: Wer sich auf einen CIO-Posten bewirbt, muss in seiner Bewerbung ganz genau auf die Verantwortlichkeiten und Fähigkeiten eines IT-Verantwortlichen eingehen. Levinson fiel auf, dass in den Bewerbungen immer wieder technische Errungenschaften wie das Konsolidieren einer Server-Landschaft hervorgehoben wurden.

Wer sich auf eine CIO-Stelle bewirbt, sollte stattdessen lieber betonen, wie er in früheren Jobs Mehrwert fürs Unternehmen geschaffen hat. Das könnte zum Beispiel sein, dass man mit der Entwicklung eines Dienstes am Öffnen neuer Märkte beteiligt war. Außerdem sollte man darstellen, wie man erfolgreich StrategienStrategien umgesetzt hat, effektiv mit anderen Vorständen kooperiert und schwierige Veränderungen im Unternehmen umgesetzt hat. Wer all dies nicht nachweisen könne, sei noch nicht reif für eine CIO-Position, schreibt Levinson. Alles zu Strategien auf CIO.de

2. Erfahrungen stehen in der falschen Reihenfolge. Beim Lesen der Bewerbungsunterlagen fiel Levinson auf, dass die Erfahrungen häufig nicht nur nicht zur CIO-Position passen, sie werden außerdem falsch gewichtet. Wer zu einer Tätigkeit mehr als drei Spiegelstriche anführt, muss die für den Wunschjob wichtigen Informationen in den ersten drei Punkten erwähnen. So riskiert man nicht, dass ein Personaler die Bewerbung beiseitelegt, bevor er die relevanten Punkte liest.

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