McKinsey baut Sanierungssparte aus

7 Berater von Roland Berger gehen zur Konkurrenz

19. Dezember 2013
Die Unternehmensberatung McKinsey baut ihre Sparte Restrukturierung kräftig aus. Wie manager magazin berichtet, wechseln bis zum Frühjahr sieben Sanierungsspezialisten von Roland Berger zu McKinsey: die früheren Berger-Spartenleiter Max Falckenberg und Nils Kuhlwein von Rathenow, die Partner Klaus Kremers und Timo Kamp sowie drei Principals (Partneranwärter).

McKinsey ist erst vor drei Jahren in das Geschäft mit Unternehmen, die von der Insolvenz bedroht sind, eingestiegen. Ein Dutzend Partner gehören mittlerweile zur Kerntruppe in Deutschland, die vom Seniorpartner (bei McKinsey: Direktor) Florian Wunderlich geleitet wird. Ab Mai soll dann das Trio Wunderlich, Falckenberg und Kuhlwein von Rathenow die Sparte führen.

In diesem Jahr, so berichtet manager magazin weiter, dürfte der Marktführer in Deutschland um acht bis neun Prozent wachsen und rund 700 Millionen Euro umsetzen; seit Jahren gibt McKinsey offiziell keine Geschäftszahlen mehr bekannt. 169 Partner (die Eigentümer der Firma) gehören manager magazin zufolge mittlerweile zum Deutschland-Team, das ab Januar von Cornelius Baur geführt wird. Mitte Dezember kamen 14 neue Partner hinzu. Auch weltweit gehen die Geschäfte offenbar gut. Für 2013 will McKinsey insgesamt 1,5 Milliarden Dollar als Bonus ausschütten.

Die Abgänge zu McKinsey sind nicht die einzigen Personalverluste von Roland Berger in jüngster Zeit. Auch Boston Consulting hatte sich zuletzt zwei Partner der Restrukturierungssparte gesichert. Berger hat den Bereich, der seit Jahren zum Kerngeschäft der Firma gehört, umgebaut und um das Feld Unternehmensfinanzierung erweitert. Anfang Dezember vereinbarte das Unternehmen zudem eine Kooperation mit der Firma des Saniererurgesteins Karl-J. Kraus. Kraus hatte die Berger-Sparte einst aufgebaut und sich vor Jahren mit einer eigenen Firma selbstständig gemacht. (rs)

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