Ratschläge von BSI und Polizei

7 Tipps gegen Gefahren durch E-Mail

14. September 2011
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Phishing ist out, Webbetrüger setzen auf Trojaner. Polizei und BSI berichten über neue Angriffsmethoden. Wie Sie sich schützen können.
Firewall und Virenschutzsoftware gehören zur Grundausstattung für sicheres Surfen.
Firewall und Virenschutzsoftware gehören zur Grundausstattung für sicheres Surfen.
Foto: Beboy - Fotolia.com

Nur noch selten kommt es vor, dass Cyberkriminelle beim PhishingPhishing ihre Opfer mit täuschend echt aufgemachten E-Mails dazu veranlassen möchten, über einen Link vermeintliche Internetseiten aufzurufen. Gibt man dort dann persönliche Daten an, gelangen sie direkt in die Hände der Betrüger. "Die Methoden der Kriminellen werden immer raffinierter - das macht es für Nutzer oft schwer, sich vor Angriffen zu schützen", sagt Professor Wolf Hammann. Er ist Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes und Landespolizeipräsident von Baden-Württemberg. Alles zu Phishing auf CIO.de

Gemeinsam mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) informiert die Polizei über neue Angriffsmethoden im Netz. Dazu gehören Trojanische Pferde, die unbemerkt auf den Rechnern der Opfer platziert werden. Quasi im Vorbeisurfen werden beim Besuch einer Webseite Schwachstellen im Browser, in Browser-Plugins oder im Betriebssystem ausgenutzt, um Schadsoftware auf dem PC zu installieren. Auch per Mail versendete Dateianhänge können den Computer mit Trojanischen Pferden infizieren, informieren Polizei und BSI. Wurde ein Trojaner auf einem Rechner platziert, gelingt es Betrügern häufig, an Zugangsdaten für deutsche Anbieter von Webmail-Diensten und für weit verbreitete Handelsplattformen zu gelangen.

Die Polizei und der BSI geben Internetnutzern die folgenden Ratschläge, um sich vor Identitätsdiebstahl und Identitätsmissbrauch zu schützen:

1. Um Sicherheit im Internet zu gewährleisten, sollte man eine Firewall und Virenschutzsoftware benutzen und diese auch regelmäßig auf den aktuellen Stand bringen. Auch beim Betriebssystem und anderen Programmen wie dem Adobe Reader sollte man Sicherheitsupdates installieren oder automatische Update-Dienste nutzen.

2. Ungeprüft sollte man Dateianhänge von E-Mails niemals öffnen. Wer sich unsicher ist, fragt sicherheitshalber beim Absender nach.

3. Virenbehaftete E-Mails verraten sich häufig durch einen Betreff, der den Adressaten neugierig machen soll (z. B. mit Begriffen aus dem Erotikbereich, zu Prominenten oder Katastrophen). Auch bei E-Mails von angeblichen Bekannten sollte man misstrauisch werden.