Verkäufe stagnieren

8 Gründe gegen den virtuellen Desktop

02. September 2010
Von Hartmut  Wiehr
2010 sollte das "Jahr des virtuellen Desktops" sein. So wollten es zumindest Hersteller und Analysten. Doch der Absatz von virtuellen Desktops stagniert immer noch auf dem Niveau von 2009.

Laut Ian Song, Analyst bei IDC, verharren die Verkäufe von virtuellen Desktops auf dem Stand des Vorjahres. Eigentlich sollte es nach den Prognosen für 2010 ganz anders sein – Hersteller und viele Analysten waren sich einig, dass die Desktop-Virtualisierung oder VDI (Virtual Desktop Infrastructure) der neueste, unschlagbare Trend ist. Virtuelle Desktops sollten in riesigen Mengen ihre physikalischen Kollegen, sprich traditionelle PCs, ersetzen.

2010 sollte zum "Jahr des virtuellen Desktops" werden. Doch statt eines echten Trends kam es nur zu einem Flop.
2010 sollte zum "Jahr des virtuellen Desktops" werden. Doch statt eines echten Trends kam es nur zu einem Flop.

1. Der klassische PC-Markt wächst wieder
Einem IDC-Report vom Juli 2010 ist zu entnehmen, dass in den ersten sechs Monaten diesen Jahres dagegen die Verkäufe traditioneller PCs weltweit im Vergleich zum Vorjahr um 22,4 Prozent zugenommen haben. Laut IDC begründet sich diese Zunahme in einem Nachholbedarf, da 2007 und 2008 krisenbedingt PC-Neuanschaffungen zurückgestellt wurden. Außerdem seien überall auf dem Globus zusätzliche PCs in den Unternehmen und in den Privathaushalten angeschaffen worden. Statt mehr virtueller Desktops also mehr physikalische Einzelrechner.