Fachkräftemangel

8 Maßnahmen für die Mitarbeiterbindung

27. September 2011
Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Ein gutes Gehalt reicht längst nicht mehr, um Mitarbeiter zu binden. Das ZEW rät in einer Studie dazu, mit einem ganzen Bündel von Instrumenten zu arbeiten.
Hey Boss, ich brauch' mehr Geld: Das klingt nicht nur nach angestaubter Trucker-Romantik, sondern ist tatsächlich überholt. Wer Mitarbeiter binden will, braucht heute schon eine ausgefeiltere Strategie.
Hey Boss, ich brauch' mehr Geld: Das klingt nicht nur nach angestaubter Trucker-Romantik, sondern ist tatsächlich überholt. Wer Mitarbeiter binden will, braucht heute schon eine ausgefeiltere Strategie.
Foto: Tomislav Forgo - Fotolia.com

Der sich verschärfende Fachkräftemangel – auch und insbesondere in der IT – treibt viele Unternehmen um. Gesucht wird vor diesem Hintergrund der Stein der Weisen, der vor allem eine Frage beantworten soll: Wie lassen sich gute Mitarbeiter langfristig ans Unternehmen binden? Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim gibt in einer neuen Studie Auskunft darüber, worauf es beim betrieblichen Human Resource Management (HRM) ankommt.

Die Untersuchung des Zentrums ist nüchtern wissenschaftlich. Das heißt, dass es die einfache Lösung für ein gutes Gelingen der Mitarbeiterbindung darin nicht gibt – zumindest nicht die simple isolierte Maßnahme, die unbedingt unternommen werden muss. Die Tendenz geht eher in andere Richtung: HRM ist eine umfangreiche und ständige Herausforderung, die in vielen Dimensionen ernst genommen werden sollte. Erfolgreich sind laut ZEW insbesondere diejenigen Firmen, die ein breit gefächertes Bündel von Maßnahmen im Portfolio haben. Insofern widersprechen die Wissenschaftler StrategienStrategien, die beispielsweise allein auf den Faktor Geld oder auf flexible Arbeitszeiten setzen. Alles zu Strategien auf CIO.de

In jedem Fall kann das Zentrum in Anspruch nehmen, auf Basis einer soliden und verlässlichen Datenbasis geforscht zu haben. Und das nachhaltig: Grundlage der Untersuchung ist der bereits seit 2000 bestehende Datensatz des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), in dem Informationen zu 9000 deutschen Unternehmen und 600.000 Arbeitnehmern geführt werden.

In einem ersten Schritt analysiert das ZEW, was genau die Firmen so alles unternehmen, um Mitarbeiter im Betrieb zu halten. Die Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass sich sämtliche Maßnahmen einem von lediglich acht verschiedenen Bündeln zuordnen lassen. Am umfangreichsten sind die allgemeinen HR-Maßnahmen. Das Zentrum zählt davon 46, beispielsweise Weiterbildung und Gesundheitskurse.

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