4G, Services, Kosten

Accenture: Die neuen Smartphone-Verführer

30. September 2013
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Insbesondere Nutzer in den aufsteigenden Märkten würden für die nächste Mobilfunk-Generation (4G) mehr Geld ausgeben. In den Industrienationen sieht das anders aus, wie eine weltweite Studie zeigt.
Foto: Bump

Ein neues deutsch-englisches Wort scheint sich durchzusetzen: über-connected. Den Begriff verwendet jedenfalls der Berater Accenture in seiner Studie "Mobile web watch 2013: The new persuaders". Accenture hat 30.900 Mobilfunk-Nutzer aus 26 Ländern zu ihren Plänen und Gewohnheiten befragt. Die Analysten unterscheiden dabei zwischen reifen Märkten (Deutschland, die USA, Japan und andere) und aufsteigenden Märkten (darunter China, Indien, Brasilien und die Türkei).

Die Antworten der Studienteilnehmer weichen teils erheblich voneinander ab. So ging es um die Frage, wer alle gewünschten Kommunikations-Dienste bereitstellen sollte. In den Industrienationen nennen 27 Prozent den Hersteller des Geräts beziehungsweise des Betriebssystems - in den aufsteigenden Märkten sagen das mit 42 Prozent deutlich mehr Nutzer.

31 Prozent der Befragten in den Industrienationen ist es eigentlich egal, von wem sie die Services beziehen, so lange alles funktioniert. In den Schwellenländern sind es nur 23 Prozent.

Zu dieser Frage gibt es auch Zahlen aus Deutschland: 27 Prozent der Konsumenten haben keine speziellen Vorlieben - Hauptsache, die Services stimmen. 26 Prozent ziehen den Mobilfunkanbieter vor und 24 Prozent den Geräte- beziehungsweise Betriebssystem-Hersteller.

Accenture wollte wissen, ob die Konsumenten bereit sind, für die neue Mobilfunkgeneration (4G) zusätzlich Geld auszugeben. Die grundsätzliche Bereitschaft signalisierten 63 Prozent aller Befragten. Dabei zeigen sich die aufsteigenden Märkte Technik-affiner: insgesamt 76 Prozent der Nutzer würden mehr bezahlen, jeder Zehnte sogar einen Aufschlag von über 30 Prozent. Unter den Befragten in den reifen Märkten würden "nur" 57 Prozent tiefer in die Tasche greifen. Lediglich drei Prozent können sich vorstellen, einen Aufschlag von über 30 Prozent zu akzeptieren.

Die gleiche Frage ging in Richtung Cloud. Knapp 80 Prozent der Nutzer in den Schwellenländern zeigen sich bereit, für Cloud Services zu bezahlen. In den Industrienationen sind es lediglich 64 Prozent.

Kriterien für Wahl des Providers

Unabhängig von der Herkunft der Befragten hat sich Accenture nach den Kriterien bei der Wahl eines Mobile-Providers erkundigt. Für 74 Prozent steht die Netzwerk-Qualität an erster Stelle. Allerdings sind nur 36 Prozent in dieser Hinsicht wirklich zufrieden mit ihrem Anbieter. Auf den Plätzen zwei und drei rangieren Reichweite und Geschwindigkeit - hochzufrieden sind nur 40 beziehungsweise 32 Prozent der Befragten.

Die Kosten stehen als Auswahlkriterium mit 69 Prozent der Nennungen auf Rang vier. Wirklich zufrieden zeigen sich 31 Prozent der Befragten.

Noch ein Schwenk auf Deutschland: Glaubt man den Zahlen, legen Smartphones zu. In der aktuellen Befragung geben 70 Prozent an, ein Smartphone zu nutzen - im Vorjahr waren es 50 Prozent und 2011 waren es 28 Prozent. Aktuell nutzen 21 Prozent der Deutschen Tablets gegenüber 17 Prozent 2012 und erst drei Prozent im Jahr 2011. (CIO.de/mb)

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