Jim Wong ersetzt J.T. Wang

Acer-Chef tritt nach Verlust zurück

06. November 2013
Noch vor wenigen Jahren schien Acer kaum zu stoppen: Der Computer-Bauer aus Taiwan setzte auf die günstigen Netbooks, die den PC-Markt aufrollten. Doch dann kamen die Tablets und Acer wurde vom Jäger zum Gejagten. Jetzt gehen der Chef und hunderte Mitarbeiter.

Der Chef des Computer-Herstellers Acer tritt nach einem hohen Quartalsverlust zurück. Es sei Zeit für ein neues Führungsteam, erklärte der langjährige starke Mann bei Acer, J.T. Wang, am Dienstag seinen Rückzug. Der Nachfolger kommt aus dem eigenen Haus: Neuer Konzernchef wird zum Januar der bisherige Acer-Präsident Jim Wong. Der 59-jährige J.T. Wang will aber noch bis Ende Juni 2014 Vorsitzender des Verwaltungsrates bleiben.

Acer will jetzt sieben Prozent der 8.000 Arbeitsplätze abbauen. Ein Ausschuss unter Leitung des 68-jährigen Gründers Stan Shih soll an einer Strategie-Wende arbeiten.

Acer verbuchte im dritten Quartal einen Verlust von rund 13 Milliarden Taiwan-Dollar (rund 330 Mio Euro), der Umsatz fiel im Jahresvergleich um knapp zwölf Prozent. Das Unternehmen aus Taiwan wurde hart von der Schwäche des PC-Marktes getroffen: Ein zentrales Produkt von Acer waren die abgespeckten Mini-Notebooks (Netbooks), die sich mit dem Vormarsch der Tablet-Computer so gut wie gar nicht mehr verkaufen.

Im vergangenen Quartal fiel der PC-Absatz von Acer laut den Markforscher von IDC um über ein Drittel auf 5,47 Millionen Geräte. Mit einem Marktanteil von 6,7 Prozent ist Acer die Nummer vier im schrumpfenden PC-Geschäft. Der Konzern baut zwar auch TabletsTablets, doch sie können die Lücke, die das Ende der Netbooks aufriss, bisher nicht schließen. Acer setzte IDC zufolge im dritten Quartal 1,2 Millionen Tablet-Computer ab, was für einen Marktanteil von 2,5 Prozent reichte. (dpa/rs) Alles zu Tablets auf CIO.de

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