Selbst ist der Kunde

Adidas-CIO Otter in den CIO-Videonews

22. November 2007
Von Stefan Holler
Um einen Turnschuh zu entwerfen, ist nicht nur das Fachwissen von Mode-Designern gefragt. Die IT-Abteilung bei Adidas bündelt in ihrem Projekt "My adidas" das Know-how der Mitarbeiter aus der IT, dem Verkauf und der Marketing-Abteilung. Ziel: Der passgenaue Turnschuh, ganz nach Wunsch und Maß des Kunden.
Sportschuh ganz nach Kundenwunsch: Adidas sammelt hierzu entsprechende Daten in den Verkaufsstellen.
Sportschuh ganz nach Kundenwunsch: Adidas sammelt hierzu entsprechende Daten in den Verkaufsstellen.

Die größte Herausforderung für die IT-Abteilung von Adidas ist es, zahlreiche Software-Anwendungen in den Bereichen Daten-Management, Verarbeitung, Logistik und Design zu integrieren. "IT ist darauf bedacht, Gruppensynergien zu schaffen, indem sie ein gemeinsames System pro Geschäftsprozess für alle Marken einsetzen", lautet das Motto der IT-Group bei adidas.

Kein Wunder, dass Zentralisierungsbemühungen im Unternehmen einen hohen Stellenwert einnehmen. Die IT macht in diesem Zusammenhang lediglich einen Teilbereich aus. Die globale IT ist am Hauptstandort im fränkischen Herzogenaurach eine bestimmende Größe. "Unsere gesamten IT-Investitionen werden von hier aus geleitet. Das betrifft sowohl das globale IT-Budget, das Projekt-Portfolio sowie unseren IT-Mitarbeiterstab weltweit", erklärt Adidas-CIO Gerben Otter in der neuen Ausgabe der CIO-Videonews. In den nächsten Jahren soll die Zahl der 45 globalen Rechenzentren auf nur noch fünf reduziert werden.

Insgesamt 25 Prozent der IT-Aktivitäten von Adidas werden global ausgelagert, so Adidas-CIO Otter. Dabei kommen moderne Standard-Tools wie SAPSAP und AFS zum Einsatz. In Zukunft sollen verstärkt Dienstleistungen im Bereich Sportartikel vom OutsourcingOutsourcing betroffen sein. Die Anwendungsentwicklung und dabei speziell die IT-Integration werden unternehmensintern geregelt. Alles zu Outsourcing auf CIO.de Alles zu SAP auf CIO.de

Dass der Kunde für Adidas im Mittelpunkt steht, beweist auch den hohen Stellenwert von Customer Relationship Management (CRMCRM) bei Adidas: "CRM global zu vermarkten, ist für uns sehr schwierig", gesteht Otter. In Asien werden die unterschiedlichen Kundenbedürfnisse beispielsweise mit einer spezifischen Angebotspalette bedient. In Europa konzentriert sich Adidas hingegen darauf, die Kundendaten von den Verkaufsstellen zu erfassen, um dadurch die Warenlager bei den Großkunden schneller wieder auffüllen zu können. Ein anderer wichtiger CRM-Aspekt sei die Anpassung an Kundenwünsche. So können Kunden in größeren Kaufhäusern wie in Paris ihre eigenen Produkte selbst entwerfen. Wie das konkret aussehen kann, erfahren Sie in den CIO-Videonews. Alles zu CRM auf CIO.de

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