Sparprogramm

Air Berlin will Kundenservice ausgliedern

17. Juli 2013
Air Berlin treibt sein Sparprogramm weiter voran. Der Kundenservice wird ausgegliedert. Dass damit die Fluggäste zufriedener gemacht werden sollen, ist nur ein Teil der Wahrheit.

Die Fluggesellschaft Air Berlin erwägt, im Zuge ihres Sparprogramms den Kundenservice auszugliedern. Für 300 Angestellte könnte dies ein niedrigeres Einkommen bedeuten. Über die Abgabe der beiden Dienstleistungsabteilungen werde mit einem externen Unternehmen mit langjähriger Erfahrung gesprochen, teilte die Airline am Dienstag mit. Dabei handelt es sich nach Informationen des "Tagesspiegels" um die Bertelsmann-Tochter Arvato. Nach Darstellung der Zeitung ist die Ausgliederung bereits beschlossene Sache.

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft will mit ihrem Sanierungsprogramm "Turbine" in diesem und im nächsten Jahr insgesamt 450 Millionen Euro sparen. Beabsichtigt sei nun, die beiden Abteilungen Service Center mit 220 Mitarbeitern und Kundenservice mit 80 Mitarbeitern zum 1. Oktober zusammenzuführen, hieß es in der Stellungnahme: "Ziel ist es, den Air-Berlin-Gästen einen einheitlichen Kontaktpunkt zu bieten und die Kundenzufriedenheit sowie Effizienz zu steigern."

Die Arbeitsverträge der 300 Mitarbeiter sollen mindestens zwölf Monate weiterlaufen, heißt es laut "Tagesspiegel" in einem Brief des Vertriebsvorstand Paul Gregorowitsch vom 11. Juli an die Mitarbeiter. Anschließend strebe Arvato die Fortsetzung der Arbeitsverhältnisse zu "marktüblichen Konditionen" an und biete weitere sechs Monate Vergütung auf Air-Berlin-Niveau. Ein dauerhafter Fortbestand des Betriebes werde allerdings nur gewährleistet sein, wenn nach zwölf Monaten mindestens 98 Prozent aller dann noch verbliebenen Mitarbeiter dem Abschluss neuer Arbeitsverträge zustimmten, schrieb der Vorstand dem Zeitungsbericht zufolge.

Ein Arvato-Sprecher sagte dem Blatt, man sei seit mehreren Jahren als Dienstleister für Air Berlin tätig und spreche jetzt "über einen Ausbau dieser Partnerschaft". (dpa/rs)

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