Netzwerke im Umbruch

Aktuelle Netzwerk-Trends

Bernhard Haluschak ist als Redakteur bei der IDG Business Media GmbH tätig. Der Dipl. Ing. FH der Elektrotechnik / Informationsverarbeitung blickt auf langjährige Erfahrungen im Server-, Storage- und Netzwerk-Umfeld und im Bereich neuer Technologien zurück. Vor seiner Fachredakteurslaufbahn arbeitete er in Entwicklungslabors, in der Qualitätssicherung sowie als Laboringenieur in namhaften Unternehmen.
Netzwerk-Technologien spielen eine zentrale Rolle, wenn es um die Themen Digitalisierung, Cloud oder Virtualisierung geht. Wir haben deshalb namhafte Hersteller gefragt, mit welchen Netzwerk-Trends sich IT-Verantwortliche in der nahen Zukunft auseinandersetzen müssen.

Das Thema Digitalisierung in Verbindung mit Internet-of-Things (IoT) oder Industrie 4.0 stellt auch NetzwerkverantwortlicheNetzwerkverantwortliche in Unternehmen vor neuen Herausforderungen. Denn schließlich soll das stetig steigende Datenaufkommen schnell, sicher und verzögerungsfrei vom Absender zum Empfänger gelangen. Handelt es sich zudem um unternehmens- oder zeitkritische Daten, entpuppt sich das Netzwerk oft als der Flaschenhals der Unternehmens-IT. Neue Technologien sollen dabei helfen. Alles zu Netzwerke auf CIO.de

So setzen viele Unternehmen auf eine höhere Bandbreite ihres Netzwerkes. Doch auch Technologien wie Fabrics oder Software-defined-Network (SDN) sowie eine Kombination aus beiden sind probate Mittel das Netzwerk auf ein aktuelles Leistungsniveau zu hiven. Um etwas den Nebel auf zukünftige Netzwerk-Trends zu lichten, haben wir namhafte Hersteller gebeten, ihre Einschätzung über die nächsten Entwicklungsschritte im Bereich Netzwerk zu erläutern.

Jonas RaheJonas Rahe, Manager Data Center Sales Germany bei Cisco: "Auch im Bereich Netzwerk spielt das Datenwachstum eine große Rolle, schließlich müssen die Informationen auch übertragen werden. Dabei zeigen aktuelle Studien, dass der Datenverkehr innerhalb eines Rechenzentrums vor allem durch den Transfer zwischen verschiedenen Anwendungen steigt und nicht durch Anfragen der Nutzer. Dies erfordert performante Infrastrukturen. Entsprechend sind heute 10 Gbit-Netzwerke schon Standard. Im Core des Rechenzentrums sollten bereits 40Gbit-Leitungen verwendet werden. Auch 100 Gbit wird schon bei vielen Unternehmen eingeführt, da die Übertragungsbandbreiten deutlich zunehmen. Natürlich ist dies auch eine Kostenfrage, doch die Lösungen werden immer günstiger. Und künftig stehen auch 25- oder 50 Gbit-Varianten bereit. Profil von Jonas Rahe im CIO-Netzwerk

Ebenso wie im Storage-Bereich wird auch im Netzwerk der Software-defined-Ansatz immer wichtiger. Die klassischen Netzwerk-Infrastrukturen können nämlich kaum noch die aktuell geforderten Netzwerkfunktionen abbilden und auf die Applikationen anwenden. Eine Herausforderung bilden hier auch die derzeitigen Organisationsstrukturen in Unternehmen.

Software Defined Infrastructure in Deutschland 2016

Software Defined Infrastructure in Deutschland 2016

Software Defined Infrastructure (SDI) hilft Ihnen IT-Ressourcen kosteneffizienter und flexibler zu nutzen.
Weitere Vorteile und eine Roadmap zur SDI laut IDC erfahren Sie in dieser Studie.

So gibt es in der Regel getrennte IT-Teams für Server, Storage und Netzwerk. Heute ist jedoch ein abteilungsübergreifender Ansatz nötig, da die Technologien zunehmend zusammenwachsen und letztlich die Anwendung für den Nutzer im Vordergrund steht. Diese muss möglichst stabil, schnell und flexibel anpassungsfähig sein, wie dies geschieht, spielt dagegen keine Rolle mehr. Entsprechend sind applikationszentrierte Infrastrukturen nötig, welche die Anwendung in den Mittelpunkt stellen.

Daran knüpft sich der dritte große Trend im Bereich Netzwerk an, der Policy-basierte Ansatz zur Automatisierung. Damit lassen sich Software-basierte Richtlinien zentral ausrollen. So bieten aktuelle Switches die Lauffähigkeit in zwei Modi an, für das traditionelle Rechenzentrum und in applikationszentrierten Infrastrukturen.

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