Preise für IT im Fallen

Alle wollen weniger, nur SAP nicht

15. August 2008
Von Alexander Galdy
Die IT-Kosten sinken weiter. Gebremst wird der Trend allerdings von zwei Ausreißern: SAP-Anwendungen und Datenbanken. Hier erwarten Experten einen Preisanstieg.

Die Entwicklung bei den IT-Kosten in Deutschland hält an: Die Preise fallen, wenn auch nicht mehr so deutlich. Zu diesem Ergebnis kommt der IT-Trend Report des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim und der Berliner Lexta Consultants Group.

Laut Untersuchung ist in den kommenden zwölf Monaten mit einem Preisrückgang von 3,3 Prozent zu rechnen. Zwischen 2006 und 2007 waren es rund zwölf Prozent und zwischen 2007 und 2008 etwa sieben Prozent.

CIOs erwarten deutliche Preissenkung im Rechenzentrum

Die Prognosen für die einzelnen IT-Bereiche weichen zum Teil deutlich voneinander ab. So schätzen die befragten IT-Verantwortlichen, dass die Preise für den Betrieb von Rechenzentren am signifikantesten zurückgehen: 8,5 Prozent werden hier erwartet. Bei der Bürokommunikation gehen sie immerhin noch von einem Minus von zwei Prozent aus.

Anders sieht es bei den Betriebskosten für Datenbanken und SAP-Anwendungen aus: Nach Einschätzung der IT-Experten werden die Kosten für diese Bereiche innerhalb des nächsten Jahres um etwa zwei Prozent steigen.

Wartungskosten für SAP sind Preistreiber

Daran schuld sind vor allem die gestiegenen Wartungskosten für SAPSAP. Die Kosten für Datenbanken sind dagegen relativ konstant geblieben. Das liegt an der bereits weit fortgeschrittenen StandardisierungStandardisierung in diesem Bereich. Alles zu SAP auf CIO.de Alles zu Standardisierung auf CIO.de

Outsourcing stagniert

Interessant ist auch im Zusammenhang mit den IT-Kosten, was die IT-Verantwortlichen beim Thema OutsourcingOutsourcing erwarten. Die Mehrheit geht davon aus, dass die Auslagerung von IT-Leistungen stagnieren wird. Zuwächse werden sich vor allem bei der Software-Entwicklung bemerkbar machen. Alles zu Outsourcing auf CIO.de

Open Source nimmt zu

Dafür ist über die Hälfte der Befragten überzeugt, dass außer den herstellergebundenen Systemen immer mehr Open Source-Systeme zum Einsatz kommen. Und noch ein Trend zeichnet sich ab: Die Nutzung von Standard-Software wird nach Einschätzung der IT-Verantwortlichen steigen.

Die Ergebnisse des IT-Trend Reports beruhen auf den Antworten von rund 200 IT-Verantwortlichen aus Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern in Deutschland.