Mit T-Systems, IBM, Post

Alles digital - Zwei Projekte zur E-Akte

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Täglich 260.000 Dokumente digitalisiert die Deutsche Post für die Bundesagentur für Arbeit. Wiesbaden steigt derweil mit T-Systems auf digitale Akten um.

Die Deutsche Post hat nach eigenen Angaben mit der Aktendigitalisierung für die Bundesagentur für Arbeit (BA) begonnen. Unter dem Projektnamen „E-Akte" will die Post mehrere Millionen BA-Kundenakten und täglich rund 260.000 neu eingehende Dokumente in speziellen Verarbeitungszentren einscannen und für eine elektronische Weiterbearbeitung bereitstellen.

Bis Ende 2012 soll die E-Akte bei der BA bundesweit eingeführt sein. „Wenn ein Unternehmen weiß, wie man papiergebundene Produkte in die digitale Welt überführt und den Kunden so das Leben vereinfachen kann, dann ist es die Deutsche Post", sagte Jürgen Gerdes, Konzernvorstand Brief der Deutschen Post.

Erst Pilotprojekt, jetzt bundesweite Ausdehnung

Man besitze langjährige Erfahrung bei der Abwicklung datensensibler Großprojekte: Die Digitalisierungszentren der Post unterlägen hohen sicherheitstechnischen und datenschutzrechtlichen Anforderungen und seien vom BSI (ISO 27001) und dem TÜV (ISO 9001) zertifiziert. Alle Mitarbeiter der Deutschen Post sind zudem auf die Geheimhaltung der Daten verpflichtet.

Die Bundesagentur für Arbeit hatte die E-Akte Mitte 2011 zunächst als Pilotprojekt in ihrer Regionaldirektion Sachsen-Anhalt/Thüringen mit rund 4.000 Mitarbeitern eingeführt. Da sich das Projekt aus Sicht der Bundesagentur sowohl in betrieblicher als auch datenschutzrechtlicher Hinsicht bewährt hat, soll das Verfahren nun bis Ende 2012 bundesweit ausgedehnt werden.