NFC und Cloud

Allianz für Smartphones will Tickets im ÖPNV ablösen

15. Juli 2015
Eine Industrie-Allianz um den Nokia-Kartendienst Here will einen Standard zum Einsatz von Smartphones statt Fahrkarten im öffentlichen Nahverkehr etablieren.

Die Idee ist, dass sich Nutzer einmal anmelden und dann Busse und Bahnen in allen Städten nutzen können, die auf ein entsprechendes System zurückgreifen. Dabei sollen Lesegeräte auf Basis der Funktechnik NFC die Kunden registrieren, alle Daten inklusive der Abrechnungsinformationen sollen in der Cloud gelagert werden.

Foto: OMTA

Zu der am Mittwoch vorgestellten Open Mobile Ticketing Alliance (OMTA) gehören auch die Unternehmen Thales und Scheidt & Bachmann, die heute Fahrkarten-Lösungen in Metropolen wie Paris, Hongkong oder New York stellen. Als vierter Gründungspartner ist der Bezahlservice Verifone Mobile Money mit an Bord. Die Nokia-Kartensparte Here steht zum Verkauf und könnte laut Medienberichten von den deutschen Autobauern Daimler, Audi und BMW erworben werden. Diese versuchen verstärkt, sich als Anbieter von Mobilitätslösungen zu etablieren.

Die Technologie der Allianz soll auch nutzungsabhängige Bezahlung durch Einchecken an einzelnen Stationen ermöglichen - zum Beispiel über Sensoren an Bushaltestellen. In der Zukunft könnte auch Bluetooth-Funk statt NFC zum Einsatz kommen, hieß es. (dpa/tc)

Kommentare zum Artikel

Torsten Clauß

Wie oft kommt noch jemand mit dieser "neuen" Idee?
Bisher sind alle gescheitert, bzw. in der Nische verschwunden.
Wer wissen will, wie das mit dem NFC bezahlen wirklich funktioniert, soll sich die Oyster Card in London ansehen.
Mittlerweile haben die einen Marktanteil von über 90%.
In den Bussen nehmen sie in London überhaupt kein Bargeld mehr.

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