Organisation und Arbeit verkrusten

Alte Office-Programme schaden

15. März 2011
Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Veraltete Office-Umgebungen hemmen Produktivität und neue Arbeitsweisen. Die Arbeitsplätze der Gegenwart entsprechen oft nicht den technischen Möglichkeiten, hat Experton in einem Whitepaper festgestellt.
Veraltete Office-Arbeitsplätze sind schlecht für die Produktivität und sorgen für verkrustete Organisationsstrukturen. Modernisierung ist angesagt.
Veraltete Office-Arbeitsplätze sind schlecht für die Produktivität und sorgen für verkrustete Organisationsstrukturen. Modernisierung ist angesagt.
Foto: Bernhard Richter - Fotolia.com

Sechs von zehn Unternehmen mit mehr als 100 PC-Arbeitsplätzen setzen einer Experton-Studie zufolge ihre Office-Programme mindestens fünf Jahre ein, bevor sie auf eine neue Version wechseln. Damit überspringen solche Firmen gleich zwei Produktgenerationen. Zum Vergleich: DienstwagenDienstwagen befinden sich deutlicher kürzer im geschäftlichen Gebrauch - zwischen 36 und 48 Monaten - und werden danach in den Privatmarkt verkauft. Alles zu Dienstwagen auf CIO.de

Den Umstieg auf die jeweils neueste Technologie im Office-Bereich scheuen die Unternehmen wohl vor allem wegen des finanziellen und personellen Aufwands. Das gilt umso mehr, als dass umgekehrt der zu erwartende Nutzen nur wenigen Entscheidern bekannt zu sein scheint, wie die Experton-Umfrage ergeben hat.

Mitunter liegt die mangelnde Innovationsfreude aber auch einfach an der Unkenntnis über laufende Software-Verträge: Viele Verantwortliche gehen "im Rahmen der Planung von falschen Größen aus", heißt es in einem Experton-Whitepaper zum Office der Zukunft: Es sei oft nicht bekannt, dass sie bereits durch ausgelaufene oder laufende Verträge Nutzungsrechte für aktuelle Software-Generationen erworben haben".

In dem zögerlichen bis ablehnenden Verhalten treffen sich die Manager mit ihren Angestellten: In den Abteilungen sind die Arbeitsabläufe mit alten Office-Versionen "etabliert", und die Mitarbeiter haben "Vorbehalte und Ängste gegenüber Veränderungen".