"Bundesweites Problem"

Alte Wecker funken Störfeuer im Flugzeugfunkverkehr

11. Oktober 2013
Alte Funkwecker haben mitunter gefährliche Nebenwirkungen. Nicht für den Menschen im Bett, sondern für den Flugverkehr.

Die Bundesnetzagentur ist erneut gegen alte Funkwecker vorgegangen, die den Flugzeugfunkverkehr stören. Piloten hatten sich im aktuellen Fall über Funkstörungen in der Nähe des Dortmunder Flughafens beschwert. "Das ist ein bundesweites Problem", sagte René Henn von der Netzagentur und bestätigte einen Bericht der "Ruhr Nachrichten" vom Freitag.

Techniker hatten ein Haus in Dortmund-Berghofen als Störquelle ausgemacht. Auch dort fanden sie einen alten Funkwecker aus einer längst ausgelaufenen Baureihe. Die Geräte würden gelegentlich Fehler aufweisen und in einen anderen Frequenzbereich rutschen. In große Flughöhen schafft es das ungewollte Störfeuer aber wohl nicht.

Die Techniker trafen auf eine verdutzte Frau, die von dem Fehler nichts ahnte. "Der Besitzer merkt davon nichts", betonte Henn. Der Zeitung hatte die Frau gesagt, der Radiowecker mit dem TÜV-Siegel "Geprüfte Sicherheit" wecke sie seit zehn Jahren morgens um 6 Uhr. Sie stimmte zu, den Wecker außer Betrieb zu nehmen. Nach Angaben der Techniker wurde zwei Kilometer entfernt ein weiteres störendes Modell aufgespürt.

Die Netzagentur kennt aber nicht nur das Problem der alten Funkwecker. Auch schlecht abgeschirmte Kabel-TV-Anlagen könnten den Flugfunk stören. In wie vielen Fällen die Techniker wegen Störungen des Flugfunks einschreiten müssen, konnte der Sprecher nicht sagen. Es gebe aber ein Service-Telefon, an das sich alle Bürger wenden könnten, denen eine Störung auffalle. Die Anrufzahlen wegen Störungen im Fernsehempfang und anderer Probleme lägen jährlich im sechsstelligen Bereich. (dpa/rs)

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