Retail IT


Neuerung für Billig-Artikel

Amazon verwirrt mit "Plus-Programm"

14. Januar 2013
Von Hartmut  Wiehr
Prime ist nicht gleich Prime: Aus den Erläuterungen auf der Amazon-Webseite.
Prime ist nicht gleich Prime: Aus den Erläuterungen auf der Amazon-Webseite.
Foto: Amazon

Für Prime-Abonnenten gibt es prinzipiell keine Änderungen, wenn sie "Plus-Produkte“ einkaufen. Sollen solche auf der Amazon-Webseite extra gekennzeichneten Waren in den Prime-Genuss kommen, muss allerdings auch hier ein Mindest-Warenwert über 20 Euro erreicht werden. Dann werde wie gewohnt am nächsten Tag kostenfrei ausgeliefert.

Einschränkung für Prime-Kunden

Ein Beispiel: Der Kunde kauft ein Prime-Produkt im Wert von 15 Euro sowie ein Plus-Produkt von 4,50 Euro. Gesamtwert: 19,50 Euro. Beide können laut Auskunft von Amazon-Sprecherin Schmitz nicht zusammen zu Prime-Bedingungen versandt werden. Der Plus-Artikel bleibt solange im Warenkorb hängen, bis ein Gesamtbestellwert von 20 Euro erreicht worden ist. Was letztlich doch einer Einschränkung für Prime-Kunden gleich kommt.

Amazon hat das "Plus-Programm“ zunächst in den USA eingeführt und nun auf Deutschland, Großbritannien und Frankreich ausgedehnt. Bei Amazon spricht man von einer "vereinfachten“ Preisstruktur. Bisher seien nur neu ins Sortiment aufgenommene Artikel als "Plus-Produkt“ gekennzeichnet worden. Ob in Zukunft auch Waren aus dem bisherigen Sortiment als "Plus“ etikettiert und unter die neue Versandregelung subsumiert werden, wollte Schmitz nicht ausschließen.

Eine klare Versandstruktur mit Prime, Plus und sonstigen Angeboten sieht anders aus. Mal sehen, wie lange Amazon das durchhält.