Strategie: Virtualisierung und Cloud

AMD will sich neu aufstellen

24. Januar 2012
Von Hartmut  Wiehr
Neuer Chef, neue Top-Manager und ganz viel Virtualisierung und Cloud. Damit will der Prozessor-Bauer AMD gegenüber der übermächtigen Konkurrenz wieder aufholen.

Intel beherrscht seit Jahren den Markt für Prozessoren bei x86-Servern, PCs und Notebooks. Für eine begrenzte Zeit hatte AMD in der Vergangenheit von sich reden gemacht, wenn man bei dem Wettlauf um immer schnellere Rechenleistungen und um exklusive Verträge mit den Computer-Herstellern auch mal vorne lag. Zumindest bis zur nächsten Runde im permanenten Benchmarking. Aber geholfen hat alles nicht so richtig, und der Abstand zu Intel wurde immer größer.

Der neue CEO Rory Read soll AMD wieder auf die Erfolgsschiene zurückführen.
Der neue CEO Rory Read soll AMD wieder auf die Erfolgsschiene zurückführen.
Foto: AMD

Verschiedene Sprecher von AMD haben in den letzten Monaten darauf hingewiesen, dass man jetzt auf eine Art ganzheitliche Strategie setzt. Diese baut neben den klassischen Prozessorvarianten vor allem auf die Orientierung an Virtualisierungstechnologie, Services und Cloud Computing. Besonders beim Thema Cloud sieht AMD gute Positionierungschancen. Chief Sales Officer Emilio Ghilardi verweist auf Umfragen, nach denen über 40 Prozent der Unternehmen überhaupt keine Cloud-Erfahrungen hätten. Zusammen mit Partnern will man in diese Lücke stoßen und für neue Lösungen und Dienstleistungen sorgen.

Wie Margaret Lewis, bei AMD zuständig für Software-Management und Cloud-Marketing, im Gespräch mit CIO.de Drilldown Virtualisierung hervorhebt, habe man schon vor einiger Zeit erkannt, dass man sich von der zu engen Perspektive auf Betriebssysteme und Hardware-naher Software lösen müsse. Nur so sei es möglich, auch bei CPU-Entwicklungen mitzumischen, die die Lauffähigkeit von Middleware und „höher“ gelagerten Programmschichten unterstützen.

Virtualisierungs- und Cloud-Infrastrukturen verlangen laut Lewis nach optimierter Hardware, die diesen Ansprüchen gerecht werden kann. Gerade Server-Aufbau und ihre CPU-Leistungen seien unerlässlich für Cloud-Modelle. Lewis unterscheidet drei Cloud-Modelle, die jeweils spezifische CPU-Anforderungen stellen:

Zur Startseite