Museumsbesuche sollen berechenbar sein

Amsterdams Tourismus-Chef führt die erste RFID-City-Card weltweit ein

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Nach der Fahrt auf dem Kanal zu Van Goghs Sonnenblumen - ohne Kasse, ohne Scanner. Als erste Tourismus-Organisation der Welt gibt Amsterdam jetzt eine City-Card heraus, die mit RFID arbeitet. Das Beispiel könnte Schule machen: Die Niederländer arbeiten an einer Europäischen City Card.
Das Rijksmuseum in Amsterdam
Das Rijksmuseum in Amsterdam

Nach einer einmonatigen Testphase ist die Karte mit dem Chip nun erhältlich. 25 Museen, der öffentliche Nahverkehr und die Bootsschifffahrt akzeptieren sie. Die Idee hat auch bei einigen Restaurants gefunkt, die Kartennutzern Rabatte anbieten.

Nach eigenen Angaben ist das Amsterdam Tourism & Convention Board (ATCB) damit Vorreiter. Ziel ist es, Wege und Verweildauer der Gäste in Museen zu beobachten, um die kulturellen Angebote zu optimieren.

Tourismus-Experten auf neuen Wegen

Das ATCB hat sich selbst an der Entwicklung der Karte beteiligt, und zwar sowohl an der Hardware wie an der Software. Zwei Jahre seien von der Idee bis zur Einführung verstrichen, so ein Sprecher des Boards. Offenbar brechen die Tourismus-Experten zu neuen Wegen auf: Nach eigenen Worten planen sie, in die Anwendungsentwicklung einzusteigen.

Wenn die Ergebnisse überzeugen, könnte sich die RFID-Card auch in anderen Metropolen durchsetzen: Das ATCB hat eine European City Card initiiert. An dem Projekt beteiligen sich bisher Tourismus-Organisationen aus London, Wien und Barcelona.

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