Information statt Intuition

Analyse- und Reporting-Tools für Geschäftsführer

12. März 2014
Dr. Klaus Manhart hat an der LMU München Logik/Wissenschaftstheorie studiert. Seit 1999 ist er freier Fachautor für IT und Wissenschaft und seit 2005 Lehrbeauftragter an der Uni München für Computersimulation. Schwerpunkte im Bereich IT-Journalismus sind Internet, Business-Computing, Linux und Mobilanwendungen.
Versteckte Kosten finden, Märkte analysieren, Geschäftsberichte erstellen: Für Analyse und Reporting brauchen Betriebe Business Intelligence (BI). Gefragt sind einfache Tools, die als Self-Service funktionieren und um Excel keinen großen Bogen machen. Einige Beispiele stellen wir Ihnen vor.

In welche Richtungen sollen Innovationen getrieben werden? Welche Marktlücken sind lukrativ? Welche Produkte sichern unser Überleben in den nächsten Jahren? Business-Intelligence-Werkzeuge für Analytics und ReportingReporting finden Antworten auf solche Fragen und bilden die Basis für das Erstellen von Geschäfts- und Quartalsberichten. Sie versorgen Vorstände und Geschäftsführer kontinuierlich mit entscheidungsrelevanten Informationen - und unterstützen sie ad hoc bei wichtigen Unternehmensfragen. Alles zu Reporting auf CIO.de

Die Tools erlauben es beispielsweise, wichtige Daten und Parameter zusammenzufassen, um sie als Business-Indikatoren zur Erstellung von Geschäftsberichten zu nutzen. Dashboards können aufgebaut werden, um die zentralen Unternehmens-Kennzahlen immer im Auge zu behalten. Und Trendvergleiche weisen auf wichtige Entwicklungen hin, die die Geschäftsführung für sich nutzen kann.

Komplexität und hohe Kosten scheuen mittelständische Betriebe allerdings wie der Teufel das Weihwasser. Das spüren die Großen: Business IntelligenceBusiness Intelligence im Umfeld der Big Player wie SAPSAP, IBMIBM oder MicrosoftMicrosoft gilt als umständlich, teuer und technisch und personell aufwändig - für den Mittelstand ein No-Go. Doch in den letzten Jahren hat sich einiges getan: BI-Systeme müssen heute nicht immer aufwändig administriert werden und komplex in der Anwendung sein. Alles zu Business Intelligence auf CIO.de Alles zu IBM auf CIO.de Alles zu Microsoft auf CIO.de Alles zu SAP auf CIO.de

BI-Tools im Self-Service

Im Mittelpunkt dieses Beitrags stehen kleinere BI-Tools jenseits der BI-Boliden von SAP und Co., vorzugweise von deutschen Anbietern. Sie setzen kein komplexes BI-Umfeld voraus, sind einfach zu bedienen und der Philosophie der Self Service BI verpflichtet.

Self-Service BI ist ein Begriff, der sich seit 2010 in der BI-Branche ausbreitet. Gemeint ist die Bereitstellung einer IT-Umgebung, mit der Anwender eigenständig und unabhängig von der IT-Abteilung in der Lage sind, Analysen vorzunehmen und Reports zu erstellen. Weil sich durch eigenständiges Aufbereiten und Interpretieren der Daten Zeit einsparen lässt, bietet sich das Prinzip der Selbstbedienung insbesondere an, wenn Anwender schnell reagieren und regelmäßig Entscheidungen treffen müssen. Damit sind sie ideal für Management und Geschäftsführung.

Viele dieser Tools basieren auf Excel und bieten beispielsweise Add-ons oder ganze Module an. Das hat seinen guten Grund: Eine Umfrage des BARC-Instituts unter mittelständischen Unternehmen ergab, dass über 80 Prozent der Mittelständler Excel für die Erstellung von Analysen und Reports nutzen. Somit ist die Microsoft-Software das populärste "BI-Werkzeug" überhaupt.

Doch Excel hat seine Grenzen. Die mit der Tabellenkalkulation ermittelten Unternehmenszahlen erfordern viel händische Arbeit und sind somit zeitaufwändig und fehleranfällig - ein perfektes Feld für BI-Anbieter, diese Lücke zu schließen. Berücksichtigt haben wir in unserer Übersicht auch mit drei Anbietern den zunehmenden Trend, Analyse und Reporting-Funktionalität als Software as a Service aus der Cloud zu beziehen.